Discussion:
Wachstum ohne Jobs u. ohne Lohnplus
(zu alt für eine Antwort)
Lutz Beck
2018-07-07 07:16:50 UTC
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Keywords: GAFA-Effekt

OECD-Beschäftigungsausblick <via Handelsblatt vom 4. Juli>

"Aus Wachstum ohne Jobs wird Wachstum ohne Lohn:
Die Arbeitslosigkeit in den Industriestaaten sinkt.
Doch die meisten Arbeitnehmer profitieren davon nicht."

<https://www.handelsblatt.com/politik/international/oecd-beschaeftigungsausblick-warum-der-jobboom-vielen-deutschen-nicht-mehr-lohn-bringt/22765632.html>

"Aber statt „Jobless Growth“ gibt es nun „Wageless Growth“ – Wachstum
ohne Lohn. So nennen die OECD-Arbeitsmarktexperten das neue Phänomen
in ihrem diesjährigen Beschäftigungsausblick. Es betrifft nicht nur
Deutschland, sondern alle Industriestaaten.

Verblüffend ist das deshalb, weil normalerweise bei stark
sinkender Arbeitslosigkeit die knapperen Arbeitskräfte eine bessere
Verhandlungsposition gegenüber ihren Arbeitgebern haben – und deshalb
höhere Löhne durchsetzen können.
Nur:
In diesem Aufschwung klappt das nicht. „Das Lohnwachstum war nur halb
so stark, wie es vor der großen Rezession bei vergleichbaren
Arbeitslosenquoten war“, schreiben die OECD-Experten – und zwar in
allen 34 OECD-Staaten."
--
Lutz
Libero
2018-07-07 07:50:04 UTC
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Post by Lutz Beck
Verblüffend ist das deshalb, weil normalerweise bei stark
sinkender Arbeitslosigkeit die knapperen Arbeitskräfte eine bessere
Verhandlungsposition gegenüber ihren Arbeitgebern haben – und deshalb
höhere Löhne durchsetzen können.
In diesem Aufschwung klappt das nicht. „Das Lohnwachstum war nur halb
so stark, wie es vor der großen Rezession bei vergleichbaren
Arbeitslosenquoten war“, schreiben die OECD-Experten – und zwar in
allen 34 OECD-Staaten."
tja, in der Realität läuft es oft anders als wie die schlauen
Professoren es sich am grünen Tisch vorstellen...
Wenn die Löhne nur gering steigen, dann ist die Nachfrage offenkundig
nicht viel grösser als das Angebot.Ist doch logisch.
Lutz Beck
2018-07-07 08:47:35 UTC
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Post by Libero
tja, in der Realität läuft es oft anders als wie die schlauen
Professoren es sich am grünen Tisch vorstellen...
Aha: Du weißt es besser als die tausenden Profis, die das "Ding"
täglich und nonstop seit 1850 beobachten (lies: *messen*). (Die Profes-
soren sind in diesem Metier eher rar; obwohl die Wirtschaftsforschungs-
institute meistens von Prof.-Drs geleitet werden.)

*

Solche Nachrichten sind primär nicht für Euch, den Rechten-, Libs-,
Linken-Emulanten aus den Reihen der "Kostenfaktoren" ("Sklaven"-
massen), sondern für die Geldhabenden. Damit diese weiterhin eine
kleine Ahnung davon haben, wie-wann-wo sie weiterhin am lukrativsten
investieren könnten+sollten.

*

Im übrigen ist es u. a. seit vielen Jahren so (höchste Zeit, daß
auch mal die Postillen "ef", "DWN" etc, die noch in der Zeit vor
1871 steckengeblieben zu sein scheinen), daß Nachrichten von "Zu-
rückhaltung/Enthaltsamkeit" bei [A] Anstellungen u. [B] Löhnen in
den Ohren dieser Investoren wie schöne Musik klingen.

Das heißt: Zumindest seit den 80er Jahren ist Wachstum nicht gleich
Wachstum. D. h. Arbeitslosenquoten in Richtung 6% u. gar weit darunter
heißen nimmer automatisch "Jobboom" und "greift zu, kommt schnell
her mit Eurem Zaster".

*

Auch Trumps Gelaber von "Hochs" aufgrund seiner "Policies" könnte
ziemlich bald "face to face" davor stehen: vor einer ziemlichen
Rezession. Weswegen dann alle auf beiden Seiten der Linie "Zölle" und
"Exportmeister" etwas "Federn" lassen d. h. *schrumpfen* müssen. Bzw
quasi nix vom Versprechen "jede Menge neue Jobs" und die Indices
von NYSE, Nasdaq & Co "höher". (Was andrerseits in der Hü-Hott-Welt des
Waren- u. Geld-Tausches normal ist und sich je nach den Taten und
Sprüchen der Handelnden richtet. Manchmal, wenn irgend ein Deppen-
chef shit redet, werden die "Verkäufer" u. die Aktionäre "bestraft".)
Post by Libero
Wenn die Löhne nur gering steigen, dann ist die Nachfrage offenkundig
nicht viel grösser als das Angebot.Ist doch logisch.
In DE und in ähnlich gestrickten eur. Staaten ist die Nachfrage
im Bereich "Konsum" irrelevant (aufgrund einer kranken Ideologie, im
Rahmen der teutonischen Abart des Neoliberalismus; weswegen - ich
wiederhol's - die deutschen Neolibs != die Ami-Neolibs, obwohl
beide genauso brüllen "small government - low taxes!").

Was sich auch in den "Grundfesten" eingemeißelt ist: Die dt. Bundes-
bank und genauso ihr "Kind", die EZB, befassen sich nur mit der
"Geldstabilität". Und passen somit nur auf, daß ja keine Inflation aus
ihrem Loch rauskriecht. Diese zwei Aufpasser haben keine Klausel in
der "Job-Be-schreibung", um sich auch *stark* mit dem Zickzack der
Zahlen der Beschäftigung, der Volkswirtschaft überhaupt, zu befassen.

Im Gegensatz zum Leithammel der Zentralbanken, "The Fed" (USA), und
zu anderen wichtigeren Zentralbanken der Welt. Bei der EZB hat sich
das etwas nun relativiert, denn die ist nicht nur die Bank der deutschen
"Enger-Schnallen" sondern auch von anderen Nationen. Außerdem ist
deren Präs., il signore Draghi, ein GoldmanSachs-Vorstand (also
"Minister" in der "Weltregierung"). Also gab's jene Raten der
"Quantitative Easing" (iWv 1,44 Bio) sowie jetzt das Programm des
Aufkaufens von Staatsanleihen von solchen, die "vorübergehend"
nicht zahlungskräftig sind (weswegen unsere Konserven freilich
Schnappatmung kriegen, wenn sie nix von Ojkonomiya wissen, und
unsere Rechten (die nur Marschmarsch u. Schießprügel im Sinn
haben) Blutdruckwerte von 230-150 aufweisen. :-)

Lutz
--
Träumt doch weiter vom deutschen Oxymoron: "Inflation = null" und
"Sparzinsen 9%-15% pro Jahr". :-D Und vom "garantierten" Zinssatz
bei der Kapitallebensversicherung. (Es gab früher sogar Makler für
solche Verträge, die echt nicht wußten, daß solche Zinsen nicht zu
garantieren sind und daß diese sich nach "Fibor, Lombard" u. sonst.
ähnlichen Leitwerten der Zentralbanken richten.)
Libero
2018-07-07 13:40:52 UTC
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Post by Lutz Beck
Post by Libero
tja, in der Realität läuft es oft anders als wie die schlauen
Professoren es sich am grünen Tisch vorstellen...
Aha: Du weißt es besser als die tausenden Profis, die das "Ding"
täglich und nonstop seit 1850 beobachten (lies: *messen*). (Die Profes-
soren sind in diesem Metier eher rar;
Die Tatsache, dass sich jemand *berufsmässig* mit etwas beschäftigt,
ist noch lange keine Garantie dafür, dass seine Aussagen irgendeinen
Wert haben. Insbesondere, wenn es um komplexe Zusammenhänge geht, wo eine
Vielzahl von Faktoren reinspielen.
Im übrigen ist dein ellenlanger Roman keine Widerlegung meiner
Behauptung: dass nämlich ein geringer Lohnzuwachs auf ein annäherndes
Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt hindeutet.
Eine starke, unbefriedigte Nachfrage gibt es nur in ganz speziellen
Branchen und wirkt sich nicht gravierend auf die Gesamtlage aus.
Lutz Beck
2018-07-07 15:44:18 UTC
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Post by Libero
Die Tatsache, dass sich jemand *berufsmässig* mit etwas beschäftigt,
ist noch lange keine Garantie dafür, dass seine Aussagen irgendeinen
Wert haben.
Ack. (Bei diesen Aussagen zu den Trends aber geht man nicht bloß
von einer einzigen Meinung aus, sondern möglichst von allen, die
darüber Ausagen machen: "es ist weiß" und "es ist schwarz" und
x "Grauabstufungen".)
Post by Libero
Insbesondere, wenn es um komplexe Zusammenhänge geht, wo eine
Vielzahl von Faktoren reinspielen.
Eben.
Post by Libero
Im übrigen ist dein ellenlanger Roman keine Widerlegung meiner
Behauptung: dass nämlich ein geringer Lohnzuwachs auf ein annäherndes
Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt hindeutet.
Von der "weißen" oder "schwarzen" oder aber "roten" Schlußfolgerung
bezüglich jenes Gleichgewichts können sich die Interessenten, die auf
Jobs angewiesen sind, nix kaufen -- und auch "Boni" oder "Optionen"
kriegen sie auch nicht.
Post by Libero
Eine starke, unbefriedigte Nachfrage gibt es nur in ganz speziellen
Branchen und wirkt sich nicht gravierend auf die Gesamtlage aus.
In den stark industrialisierten Industrienationen sind allerlei
Nachfragen schon seit 1970 am Boden. (Satt samma.) Wir sind in einer
depressiven Latenz. Auch die Wachstumsraten pro Jahr, die mal doch
noch zustande kommen, sind eigentlich lächerliche 0,x% bis 1,x%
oder mit Ach und Krach 2,x% pro Jahr. Wachstum hat man traditionell
und wie der im Buche steht in Ländern wie China (mit enormen Nach-
holbedarf), zB von 6% bis 15% pro Jahr. Unter 1% p.a. haste eher
de facto "Stagnation" und nicht "Wirtschaftsboom", wie Deine BT-
Parteien behaupten.

Fazit für Homo Sapiens aus der 1. Welt ist, daß es vorbei ist mit
dem Reichtum an Jobs sowie mit dem dicken, fetten, starken, robusten
"Mittelstand" (Rückgrat der Nation!). *Darüber* sollten wir uns
den Kopf zerbrechen, falls wir die Demokratie, den Liberalismus und
den bürgerlichen Staat mögen und weiterhin haben wollen. Sollten
die unmittelbar nachfolgenden eher sowas wie Putinismus-Erdoganismus
gepaart mit oligopolartigen Big Business, dann soll man dann getrost
lieber schauen, was die Engländer in den letzten Minuten mit den
Schweden machen (bei 2:0) und alles andere ... "egal". :-D

Lutz
Fritz
2018-07-09 16:16:36 UTC
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Post by Lutz Beck
Post by Libero
Die Tatsache, dass sich jemand *berufsmässig* mit etwas beschäftigt,
ist noch lange keine Garantie dafür, dass seine Aussagen irgendeinen
Wert haben.
Ack. (Bei diesen Aussagen zu den Trends aber geht man nicht bloß
von einer einzigen Meinung aus, sondern möglichst von allen, die
darüber Ausagen machen:   "es ist weiß" und "es ist schwarz" und
x "Grauabstufungen".)
Post by Libero
Insbesondere, wenn es um komplexe Zusammenhänge geht, wo eine
Vielzahl von Faktoren reinspielen.
Eben.
Post by Libero
Im übrigen ist dein ellenlanger Roman keine Widerlegung meiner
Behauptung: dass nämlich ein geringer Lohnzuwachs auf ein annäherndes
Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt hindeutet.
Von der "weißen" oder "schwarzen"  oder  aber "roten" Schlußfolgerung
bezüglich jenes Gleichgewichts können sich die Interessenten, die auf
Jobs angewiesen sind, nix kaufen  --  und auch "Boni" oder "Optionen"
kriegen sie auch nicht.
Post by Libero
Eine starke, unbefriedigte Nachfrage gibt es nur in ganz speziellen
Branchen und wirkt sich nicht gravierend auf die Gesamtlage aus.
In den stark industrialisierten Industrienationen sind allerlei
Nachfragen schon seit 1970 am Boden. (Satt samma.) Wir sind in einer
depressiven Latenz. Auch die Wachstumsraten pro Jahr, die mal doch
noch zustande kommen, sind eigentlich lächerliche 0,x% bis 1,x%
oder mit Ach und Krach 2,x% pro Jahr. Wachstum hat man traditionell
und wie der im Buche steht in Ländern wie China (mit enormen Nach-
holbedarf), zB von 6% bis 15% pro Jahr. Unter 1% p.a. haste eher
de facto "Stagnation" und nicht "Wirtschaftsboom", wie Deine BT-
Parteien behaupten.
Fazit für Homo Sapiens aus der 1. Welt ist, daß es vorbei ist mit
dem Reichtum an Jobs sowie mit dem dicken, fetten, starken, robusten
"Mittelstand" (Rückgrat der Nation!). *Darüber* sollten wir uns
den Kopf zerbrechen, falls wir die Demokratie, den Liberalismus und
den bürgerlichen Staat mögen und weiterhin haben wollen. Sollten
die unmittelbar nachfolgenden eher sowas wie Putinismus-Erdoganismus
gepaart mit oligopolartigen Big Business, dann soll man dann getrost
lieber schauen, was die Engländer in den letzten Minuten mit den
Schweden machen (bei 2:0) und alles andere ... "egal". :-D
Chinas Wohlstand (geschätzten 250 Millionen geht es finanziell so gut
wie uns) kommt nur daher, dass sie ordentliche Löhne bekommen!

Die Kommunistische Regierung weiß, wie sie die Mittel- und Ober-Schicht
bei Laune halten kann!
--
Fritz ™
Das 'bunte' Treiben in manchen Gruppen (passendes FUP2 nicht
ausgeschlossen):
Alternative Fakten, Postfaktische Wahrheiten, Bunte Sprache,
Populistisches Geplärre, faken, trollen, pöbeln, usw.
Libero
2018-07-09 20:08:32 UTC
Permalink
Post by Fritz
Chinas Wohlstand (geschätzten 250 Millionen geht es finanziell so gut
wie uns) kommt nur daher, dass sie ordentliche Löhne bekommen!
Der kommt vielmehr daher, dass die Chinesen (wie die meisten Asiaten)
eine ganz andere Arbeitsmoral haben als die Westeuropäer.
Die machen lieber einen Drecksjob für einen Hungerlohn als auf der
faulen Haut zu liegen und Stütze zu kassieren.
Als ich mal in San Francisco war, war der einzige Stadtteil, in dem
es so gut wie keine Bettler und Penner gab:CHINATOWN.
Fritz
2018-07-10 14:11:01 UTC
Permalink
Post by Libero
Post by Fritz
Chinas Wohlstand (geschätzten 250 Millionen geht es finanziell so gut
wie uns) kommt nur daher, dass sie ordentliche Löhne bekommen!
Der kommt vielmehr daher, dass die Chinesen (wie die meisten Asiaten)
eine ganz andere Arbeitsmoral haben als die Westeuropäer.
Die machen lieber einen Drecksjob für einen Hungerlohn als auf der
faulen Haut zu liegen und Stütze zu kassieren.
Als ich mal in San Francisco war, war der einzige Stadtteil, in dem
es so gut wie keine Bettler und Penner gab:CHINATOWN.
Hungerlöhner können keine Waren kaufen!
So einfach ist das nun, gell Laber.Dumm!
--
Fritz ™
Das 'bunte' Treiben in manchen Gruppen (passendes FUP2 nicht
ausgeschlossen):
Alternative Fakten, Postfaktische Wahrheiten, Bunte Sprache,
Populistisches Geplärre, faken, trollen, pöbeln, usw.
Siegfrid Breuer
2018-07-10 14:39:00 UTC
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Post by Fritz
Hungerlöhner können keine Waren kaufen!
Die hobbylangzeitarbeitslose hochkriminelle asoziale plaerrende
Drecksau Ottmar Ohlemacher aus Berlin/Wedding aber trotz Hartz4
(er nennt das uebrigens "Beschaeftigung im oeffentlichen Dienst"
in seinem Watchblog <PRUST>) sehr wohl, Alpentoelpel. (siehe Sig)
--
Ach Anonymer .... ich habe Geld nicht noetig... ich habe genug davon !
Klar soweit?
[Ottmar Ohlemacher in
<5921c7a7-00a6-417c-aefb-***@m4g2000vbo.googlegroups.com>]
<https://groups.google.com/forum/#!msg/de.talk.tagesgeschehen/JdQflUfl8bw/s2_RLTLuddsJ>
Libero
2018-07-11 07:59:50 UTC
Permalink
Post by Fritz
Post by Libero
Als ich mal in San Francisco war, war der einzige Stadtteil, in dem
es so gut wie keine Bettler und Penner gab:CHINATOWN.
Hungerlöhner können keine Waren kaufen!
So einfach ist das nun, gell Laber.Dumm!
Dann müsste es ja gerade in Chinatown massenhaft Bettler geben,
Du Dummerchen....
Übrigens ist es kein Zufall, dass Frankreich mit seinem hohen Mindestlohn
auch eine hohe Arbeitslosigkeit hat.

"Aufgrund der vergleichsweise hohen Lohnkosten für neue Arbeitnehmer
stellen Unternehmer in Frankreich kaum noch Geringqualifizierte ein.
Die Angestellten sind vielen Firmen zu teuer. Arbeitslose haben es
darüber hinaus zunehmend schwer, überhaupt auf dem Arbeitsmarkt Fuß
zu fassen."

https://www.businessinsider.de/in-frankreich-zeigt-sich-welche-fatalen-auswirkungen-der-mindestlohn-haben-kann-2017-12
Fritz
2018-07-11 08:05:00 UTC
Permalink
Post by Libero
Post by Fritz
Post by Libero
Als ich mal in San Francisco war, war der einzige Stadtteil, in dem
es so gut wie keine Bettler und Penner gab:CHINATOWN.
Hungerlöhner können keine Waren kaufen!
So einfach ist das nun, gell Laber.Dumm!
Dann müsste es ja gerade in Chinatown massenhaft Bettler geben,
Du Dummerchen....
Übrigens ist es kein Zufall, dass Frankreich mit seinem hohen Mindestlohn
auch eine hohe Arbeitslosigkeit hat.
"Aufgrund der vergleichsweise hohen Lohnkosten für neue Arbeitnehmer
stellen Unternehmer in Frankreich kaum noch Geringqualifizierte ein.
Die Angestellten sind vielen Firmen zu teuer. Arbeitslose haben es
darüber hinaus zunehmend schwer, überhaupt auf dem Arbeitsmarkt Fuß
zu fassen."
Hast du überhaupt eine Ahnung von irgendwas?
--
Fritz ™
Das 'bunte' Treiben in manchen Gruppen (passendes FUP2 nicht
ausgeschlossen):
Alternative Fakten, Postfaktische Wahrheiten, Bunte Sprache,
Populistisches Geplärre, faken, trollen, pöbeln, usw.
Lutz Beck
2018-07-11 09:40:53 UTC
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Post by Libero
Übrigens ist es kein Zufall, dass Frankreich mit seinem hohen Mindestlohn
auch eine hohe Arbeitslosigkeit hat.
Lies ab und zu auch normale Presse. Wiederhole nicht immer wieder
die Legenden, Nonsequiturs und Fakenews. Frankreich hat schon eine
Arbeitslosenrate, aber steht viel besser da als IT, ES, GR u. a.

Und komm nicht mit dem falschen Argument ML: Inzwischen sehen auch
die Neolib-Gurus u. Wirtschaftskapitäne bei uns, daß der ML harmlos
ist (d. h. mit ihren Interessen in keine Kollision kommen). Also
dementsprechend halten sie die Schnauze (und sowieso wissen, daß
es auch in Amerika und GB, viel kapitalistischere Staaten als DE,
schon längst "minimum wages" gibt).
Post by Libero
"Aufgrund der vergleichsweise hohen Lohnkosten für neue Arbeitnehmer
stellen Unternehmer in Frankreich kaum noch Geringqualifizierte ein.
Die Angestellten sind vielen Firmen zu teuer. Arbeitslose haben es
darüber hinaus zunehmend schwer, überhaupt auf dem Arbeitsmarkt Fuß
zu fassen."
https://www.businessinsider.de/
Business Insider ist kaum empfehlenswert zum no-nonsense-Studieren von
Business & Economy. Eher unseriös (und von Springer zu über 97% der
Anteile aufgekauft). Schon viel-viel besser als "ef", "zuercherin" und
"DWN", aber dennoch: "cum grano salis" genießen.

Lutz
Libero
2018-07-11 11:36:34 UTC
Permalink
Post by Lutz Beck
Post by Libero
Übrigens ist es kein Zufall, dass Frankreich mit seinem hohen Mindestlohn
auch eine hohe Arbeitslosigkeit hat.
Lies ab und zu auch normale Presse. Wiederhole nicht immer wieder
die Legenden, Nonsequiturs und Fakenews. Frankreich hat schon eine
Arbeitslosenrate, aber steht viel besser da als IT, ES, GR u. a.
Fällt dir wieder nix Besseres ein als Fritzen's
*unseriöse Quelle*?
Und wieso sollte eigentlich ein willkürlich *von oben* festgesetzes
Lohndiktat *gerechter* und *demokratischer* sein, als das, was
Millionen von Menschen ohne Bevormundung aushandeln können?
*Man muss von seiner Arbeit leben können* ist schon deshalb totaler
Quatsch, weil die Lebens- und finanziellen Verhältnisse der Menschen
ein extrem breites Spektrum darstellen.
Ein Single in der Provinz, der in einer WG wohnt, hat einen wesentlich
geringeren Finanzbedarf als ein Familienvater in einer Grossstadt.
Lutz Beck
2018-07-11 13:20:55 UTC
Permalink
Post by Libero
Fällt dir wieder nix Besseres ein als Fritzen's
Weshalb Apostroph? Zu lang in England gewohnt? :-D
Post by Libero
*unseriöse Quelle*?
Ich behaupte nicht "unseriöse" sondern lediglich "halbunseriöse".
Nachdem ich selber, nach meinem eigenen = persönlichen Gusto und
hohen Wertstäben, und keineswegs aufgrund von Empfehlungen durch
wasweißichwelche "Oberlehrer, Gurus" und "Parteien", im Gegensatz
zu Dir (der Du ohne Hinweise, Thesen, Zitate, Empfehlungen, Befehle
etc von "anderen", keine eigene Meinung bilden, geschweige denn
äußern kannst).

Versteh mich nicht miß: Ich habe nix dagegen, daß Du Dich auf
diese Weise mit Deinen Sym- und Antipathien meldest (auch nicht,
daß Du beim Schüren der Panik mitmachst). "It's a free country".
Ich tue nur ab und zu meine Meinung dazu kund. Ansonsten haben
unsere Meinungsäußerungen eh keine Impaktrelevanz in der realen
Welt da draußen! (Zumal bei den Jüngeren keiner vom Worte "Usenet"
je was gehört hat.) :-D
Post by Libero
Und wieso sollte eigentlich ein willkürlich *von oben* festgesetzes
Lohndiktat *gerechter* und *demokratischer* sein
Es käme von "Oben" zu einem Diktat, wenn die im Business Handelnden
normale, nach dem "Lohnspiegel" der jeweiligen "Region" zahlen würden,
damit die Belegschaft vom Lohn, also vom Ergebnis der Arbeitsanstrengung
leben kann. Die Obrigkeit muß sich einmischen (und ich habe unter-
strichen, daß sogar die "Fed" in Amerika sich einmischt und ihre
Politik *auch* nach dem Zustand am Arbeitsmarkt und bei der Lohnent-
wicklung, trotz Vorhandenseins des ML in Amerika, ... richtet!),
also die Obrigkeit mischt sich schon ein (auch in den laschesten
liberalen Staaten, denn der Zustand der Bevölkerung sowie die
"Sprengkraft" bei "Unwuchten/Mißstimmungen" sich für die Obrigkeit
und fürs Gesamtgefüge verheerend, zerstörerisch, auswirken kann, und
zwar so, daß dann etliche ... fliehen müssen = selber ... Flüchtlinge
werden, die im Ausland um Asyl bitten. Bloß mit dem schon wichtigen
Unterschied: Die Eliten verfügen schon über schöne Geldbeträge von
der hohen Kante; damit läßt sich viel leichter neue Wohngelegenheiten
finden. ;-)
Post by Libero
als das, was
Millionen von Menschen ohne Bevormundung aushandeln können?
Aber das funzt weiterhin so = nach wie vor. Aber mit einem "Limit"
unten. Das ist quasi wie beim An- und Verkauf von Aktien und Invest-
mentanteile an der Börse oder "über-den-Tresen", wenn man die Orders
gibt: man kann auch "Limits" setzten, damit man keine "bösen Über-
raschungen" erleben muß. So auch bei der Aushandlung des Arbeits-
entgelts.: So ein "Limit" hilft sehr, gibt dem AN etwas Sicherheit.
(Und zwar -- wie x-mal gesagt -- dies ist so lange wichtig und
extrem relevant, wie bei ARGE/JobCenter die Strafklausel aktiv bleibt,
wodurch der Arbeitslose mit "Kürzung" der Leistung bestraft wird,
wenn er schlechte Jobs ablehnt. Und solange diese Klausel besteht,
so lange bieten viele AG keine "ortsüblichen" Löhne an, sondern nur
Dumpinglöhne. Aber leider ist es so, daß trotz ML per "Lohndiktat
von oben" in zig tausend Fällen oder mehr immer noch unterhalb des
ML bezahlt wird; und der Staat kann ganz selten was dagegen tun.)
Post by Libero
*Man muss von seiner Arbeit leben können* ist schon deshalb totaler
Quatsch, weil die Lebens- und finanziellen Verhältnisse der Menschen
ein extrem breites Spektrum darstellen.
Nein, Du assoziales Kind: Es gibt klare Kriterien für normale Menschen.
Du, mit Deiner offensichtlichen (1) sozialen und (2) mentalen Behin-
derung bist kein Maßstab. Ich garantiere Dir, daß auch die schlimmsten
Neolibs in der Obrigkeit (inkl. Leute wie Sinn, Lindner, Meuthen,
Weidel und die Chefs der Bundesverbände der Arbeitgeber würden Dir
ins Ohr dies flüstern: "Schleich Di', aber geschwind!").
Post by Libero
Ein Single in der Provinz, der in einer WG wohnt, hat einen wesentlich
geringeren Finanzbedarf als ein Familienvater in einer Grossstadt.
Sowieso: Der erstere braucht mindestens 900-1200/Monat oder gar 1600
(falls er für den AG sehr gut arbeiten soll) und 3000-4000 für einen
Familienvater mit 2-3 Kindern plus Kindergeld plus Ortszuschlag (wenn
die Stadt München Frankfurt Hamburg Berlin heißen soll). Erfüllen
das alle Arbeitgeber in Deutschland? Falls ja, dann ist alles einiger-
maßen OK. :)

Lutz

Fritz
2018-07-09 16:13:38 UTC
Permalink
Post by Libero
Post by Lutz Beck
Post by Libero
tja, in der Realität läuft es oft anders als wie die schlauen
Professoren es sich am grünen Tisch vorstellen...
Aha: Du weißt es besser als die tausenden Profis, die das "Ding"
täglich und nonstop seit 1850 beobachten (lies: *messen*). (Die Profes-
soren sind in diesem Metier eher rar;
Die Tatsache, dass sich jemand *berufsmässig* mit etwas beschäftigt,
ist noch lange keine Garantie dafür, dass seine Aussagen irgendeinen
Wert haben. Insbesondere, wenn es um komplexe Zusammenhänge geht, wo eine
Vielzahl von Faktoren reinspielen.
Das Beispiel dazu biste wohl du selber!
Post by Libero
Im übrigen ist dein ellenlanger Roman keine Widerlegung meiner
Behauptung: dass nämlich ein geringer Lohnzuwachs auf ein annäherndes
Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt hindeutet.
Eine starke, unbefriedigte Nachfrage gibt es nur in ganz speziellen
Branchen und wirkt sich nicht gravierend auf die Gesamtlage aus.
Hast ne galoppierende Leseschwäche, Labersack?
--
Fritz ™
Das 'bunte' Treiben in manchen Gruppen (passendes FUP2 nicht
ausgeschlossen):
Alternative Fakten, Postfaktische Wahrheiten, Bunte Sprache,
Populistisches Geplärre, faken, trollen, pöbeln, usw.
Lutz Beck
2018-07-09 17:12:58 UTC
Permalink
Post by Fritz
Hast ne galoppierende Leseschwäche, Labersack?
Eher dies: Noch nicht genug Moos zammgespart zwecks Kauf
einer ... Gleitsichtbrille (@ Fielmann :-)).

"xxxLLutz - was der alles hat!" :->
Fritz
2018-07-09 16:11:22 UTC
Permalink
Post by Lutz Beck
Keywords: GAFA-Effekt
OECD-Beschäftigungsausblick <via Handelsblatt vom 4. Juli>
  Die Arbeitslosigkeit in den Industriestaaten sinkt.
  Doch die meisten Arbeitnehmer profitieren davon nicht."
<https://www.handelsblatt.com/politik/international/oecd-beschaeftigungsausblick-warum-der-jobboom-vielen-deutschen-nicht-mehr-lohn-bringt/22765632.html>
  "Aber statt „Jobless Growth“ gibt es nun „Wageless Growth“ – Wachstum
  ohne Lohn. So nennen die OECD-Arbeitsmarktexperten das neue Phänomen
  in ihrem diesjährigen Beschäftigungsausblick. Es betrifft nicht nur
  Deutschland, sondern alle Industriestaaten.
  Verblüffend ist das deshalb, weil normalerweise bei stark
  sinkender Arbeitslosigkeit die knapperen Arbeitskräfte eine bessere
  Verhandlungsposition gegenüber ihren Arbeitgebern haben – und deshalb
  höhere Löhne durchsetzen können.
  In diesem Aufschwung klappt das nicht. „Das Lohnwachstum war nur halb
  so stark, wie es vor der großen Rezession bei vergleichbaren
  Arbeitslosenquoten war“, schreiben die OECD-Experten – und zwar in
  allen 34 OECD-Staaten."
Ohne Lohnzuwächse kaum steigende Inlandsnachfrage!
--
Fritz ™
Das 'bunte' Treiben in manchen Gruppen (passendes FUP2 nicht
ausgeschlossen):
Alternative Fakten, Postfaktische Wahrheiten, Bunte Sprache,
Populistisches Geplärre, faken, trollen, pöbeln, usw.
Lutz Beck
2018-07-09 17:09:32 UTC
Permalink
Post by Fritz
Ohne Lohnzuwächse kaum steigende Inlandsnachfrage!
In Deutschland zählt (im Hirn der Großkopferten) nur die Auslandsnach-
frage. In diesem Bereich ist DE Großmeister (Überschuß v. ca. €240-260
Mrd/Jahr). Die Binnenlandsnachfrage befindet sich seit s. vielen Jah-
in einer ... "Billigst"-Schleife. Würden olle Lait ökonomisch passende
Löhne bekommen, so gäbe es eine ... "Teuerungsrate" sondergleichen.
Auch so, also ohne, meint der "deutsche Michel", die gewöhnliche Teu-
rung käme aufgrund eines "schwachen" Euro zustande. [Teuerungsraten
bei kaum vorhandenen Inflationsraten: ha-ha. Gelungene Pointe. Die
"kapitalistische" Welt von heut'- zw. Flensburg u. Konschtanz sowie zw.
Oche u. Görlitz. Gibt's was Ähnliches auch zw. Schwechat u. Lindau? :-)]

Lutz
Loading...