Discussion:
600.000 deutsche Jobs hängen am Verbrennungsmotor
(zu alt für eine Antwort)
Fritz
2017-07-18 11:48:16 UTC
Permalink
<http://orf.at/stories/2399732/>
Zitat:
»Die deutsche Autobranche und das Ifo-Institut warnen vor einem Verbot
des Verbrennungsmotors. Ein Verbot ab dem Jahr 2030 könnte deutliche
Einbußen für Beschäftigung und Wertschöpfung in Deutschland haben, heißt
es in einer heute veröffentlichten Studie des Ifo-Instituts im Auftrag
des Verbandes der Automobilindustrie (VDA).
Mehr als 600.000 der derzeitigen Industriearbeitsplätze wären direkt
oder indirekt betroffen. Das seien zehn Prozent der deutschen
Industriebeschäftigung. In der Autobranche direkt wären demzufolge
436.000 Jobs gefährdet.«

»Verbrennungsmotor und das Elektroauto seien keine Gegner. „Beide sind
notwendig, wenn man die ambitionierten Klimaschutzziele erreichen will.“«
--
Fritz
Usenet Akronyme auf Alpenländisch:
PLUMPS = PLONK (im österreichischen Dialekt)
Hierconf(s) ~ DHDDDODH = do hockn de do de oiweu do hockn
Frank Werner
2017-07-18 11:55:26 UTC
Permalink
Post by Fritz
»Die deutsche Autobranche und das Ifo-Institut warnen vor einem Verbot
des Verbrennungsmotors. Ein Verbot ab dem Jahr 2030 könnte deutliche
Einbußen für Beschäftigung und Wertschöpfung in Deutschland haben, heißt
es in einer heute veröffentlichten Studie des Ifo-Instituts im Auftrag
des Verbandes der Automobilindustrie (VDA).
Mehr als 600.000 der derzeitigen Industriearbeitsplätze wären direkt
oder indirekt betroffen. Das seien zehn Prozent der deutschen
Industriebeschäftigung. In der Autobranche direkt wären demzufolge
436.000 Jobs gefährdet.«
...und welche Folgen hat der weltweite Boom der eAutos, wenn er anhält?
Ich kenne ganze Siedlungen, die in der Autoindustrie arbeiten. Ich
glaube, wir wissen gar nicht, was sich da am Horizont abzeichnet...

FW
Fritz
2017-07-18 12:07:29 UTC
Permalink
Post by Frank Werner
Post by Fritz
»Die deutsche Autobranche und das Ifo-Institut warnen vor einem Verbot
des Verbrennungsmotors. Ein Verbot ab dem Jahr 2030 könnte deutliche
Einbußen für Beschäftigung und Wertschöpfung in Deutschland haben, heißt
es in einer heute veröffentlichten Studie des Ifo-Instituts im Auftrag
des Verbandes der Automobilindustrie (VDA).
Mehr als 600.000 der derzeitigen Industriearbeitsplätze wären direkt
oder indirekt betroffen. Das seien zehn Prozent der deutschen
Industriebeschäftigung. In der Autobranche direkt wären demzufolge
436.000 Jobs gefährdet.«
...und welche Folgen hat der weltweite Boom der eAutos, wenn er anhält?
Ich kenne ganze Siedlungen, die in der Autoindustrie arbeiten. Ich
glaube, wir wissen gar nicht, was sich da am Horizont abzeichnet...
Wenn man die Autoindustrie abwürgt, gibt es weltweit eine
'galoppierende' Arbeitslosigkeit. Da hängt indirekt noch viel mehr dran
- Teile der IT, Maschinenbau Industrie, Rohstoffversorgung ..... bis hin
zu den Lebensmittelversorgern, Bau- und Elektronikmärkten, Freizeit- und
Urlaubs-Branche ...... usw. usf.

Der Wirtschaftskreislauf ist nun mal global verzahnt.

In Österreich sind es die Motorenwerke in Wien-Aspern (Opel, GM), Steyer
(BMW), der Auftragsfertiger Magna (Graz) AVL-List (Graz, *der*
Antriebsspezialist weltweit)

<https://de.wikipedia.org/wiki/AVL_List>
--
Fritz
Usenet Akronyme auf Alpenländisch:
PLUMPS = PLONK (im österreichischen Dialekt)
Hierconf(s) ~ DHDDDODH = do hockn de do de oiweu do hockn
Hans CraueI
2017-07-18 18:28:12 UTC
Permalink
Fritz schrieb
Wenn man die Autoindustrie abwÃŒrgt, gibt es weltweit eine
'galoppierende' Arbeitslosigkeit. Da hÀngt indirekt noch viel mehr dran
- Teile der IT, Maschinenbau Industrie, Rohstoffversorgung ..... bis hin
zu den Lebensmittelversorgern, Bau- und ElektronikmÀrkten, Freizeit- und
Urlaubs-Branche ...... usw. usf.
Was ist eigentlich aus all den Arbeitsplaetzen geworden, die es zu
Zeiten der Pferdekutschen und der berittenen Fortbewegung im Bereich
der Pferdezucht und -pflege, der Zaumzeug- und Sattelproduktion,
des Kutschenbaus und der Kutschenreparatur und -pflege gegeben hatte?

Damit laesst sich die Frage nach dem Verbleib der Arbeitsplaetze
der Autoindustrie nach einem Paradigmenwechsel im Verkehrssektor
gleich schon viel leichter beantworten.

Diese Frage ist uebrigens alles andere als neu. Sie ist schon
vielfach untersucht und aus verschiedenen Perspektiven betrachtet
worden. Ergebnis im wesentlichen: Gewisse Arbeitsplaetze vergehen,
neue Arbeitsplaetze entstehen. Lokal gibt das durchaus mal
Probleme, wie es sie aehnlich auch mit Steinkohle, Fischfang,
Land- und Forstwirtschaft gab und gibt.
Global aber ist es kein Problem, die globale Wirtschaft passt
sich an.
Der Wirtschaftskreislauf ist nun mal global verzahnt.
Und in stetem (Struktur-) Wechsel begriffen.

Hans
Stefan
2017-07-19 05:35:08 UTC
Permalink
Post by Hans CraueI
Fritz schrieb
Wenn man die Autoindustrie abwÃŒrgt, gibt es weltweit eine
'galoppierende' Arbeitslosigkeit. Da hÀngt indirekt noch viel mehr dran
- Teile der IT, Maschinenbau Industrie, Rohstoffversorgung ..... bis hin
zu den Lebensmittelversorgern, Bau- und ElektronikmÀrkten, Freizeit- und
Urlaubs-Branche ...... usw. usf.
Was ist eigentlich aus all den Arbeitsplaetzen geworden, die es zu
Zeiten der Pferdekutschen und der berittenen Fortbewegung im Bereich
der Pferdezucht und -pflege, der Zaumzeug- und Sattelproduktion,
des Kutschenbaus und der Kutschenreparatur und -pflege gegeben hatte?
Hat irgendjemand Pferdekutschen verboten um das Automobil durchzusetzen?

Wurden für die Anschaffung von Automobilen Zuschüsse an die
(wohlhanbenden!) Autokäufer gezahlt?
Post by Hans CraueI
Damit laesst sich die Frage nach dem Verbleib der Arbeitsplaetze
der Autoindustrie nach einem Paradigmenwechsel im Verkehrssektor
gleich schon viel leichter beantworten.
Diese Frage ist uebrigens alles andere als neu. Sie ist schon
vielfach untersucht und aus verschiedenen Perspektiven betrachtet
worden. Ergebnis im wesentlichen: Gewisse Arbeitsplaetze vergehen,
neue Arbeitsplaetze entstehen.
Es gab und gibt immer wieder neue Technikhypes die von Politikern und
den Medien hochgejubelt werden. Manches setzt sich durch (meist nicht
das, was hochgejubelt wird), das meiste verschwindet nach einiger Zeit
in der Versenkung.

Früher hat die Politik sich da mit Markteingriffen zurückgehalten.
Inzwischen werden wir aber von Leuten regiert, die eine jahrzehntelange
sozialistische Gehirnwäsche durchgemacht haben.
Post by Hans CraueI
Lokal gibt das durchaus mal
Probleme, wie es sie aehnlich auch mit Steinkohle, Fischfang,
Land- und Forstwirtschaft gab und gibt.
Global aber ist es kein Problem, die globale Wirtschaft passt
sich an.
Die Globale Wirtschaft scheißt auf die Energiewende
Post by Hans CraueI
Der Wirtschaftskreislauf ist nun mal global verzahnt.
Und in stetem (Struktur-) Wechsel begriffen.
Richtig, aber wohin dieser Wechsel führt ist unabhängig davon, was der
gehirngewaschene deutsche Michel glaubt.
Post by Hans CraueI
Hans
DonCaron
2017-07-19 08:03:59 UTC
Permalink
Post by Stefan
Es gab und gibt immer wieder neue Technikhypes die von Politikern und
den Medien hochgejubelt werden. Manches setzt sich durch (meist nicht
das, was hochgejubelt wird), das meiste verschwindet nach einiger Zeit
in der Versenkung.
jein! gibt so vieles was sich lange durchgesetzt hat, nur von der
Technik überholt wurde.
Post by Stefan
Früher hat die Politik sich da mit Markteingriffen zurückgehalten.
wann war früher?
Post by Stefan
Inzwischen werden wir aber von Leuten regiert, die eine jahrzehntelange
sozialistische Gehirnwäsche durchgemacht haben.
z.B. Kohl, Erhard
--
DonCaron
Wolfgang Schwanke
2017-07-19 02:01:40 UTC
Permalink
Post by Frank Werner
...und welche Folgen hat der weltweite Boom der eAutos, wenn er anhält?
Ein "Boom", der erst durch ein Verbot entsteht, ist keiner. Aber falls
es doch einen selbsttragenden Boom geben sollte, könnense die Dinger ja
auch vakoofen.
--
John Peel is not enough

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Nebukadnezar Meier
2017-07-18 13:15:40 UTC
Permalink
Post by Fritz
<http://orf.at/stories/2399732/>
»Die deutsche Autobranche und das Ifo-Institut warnen vor einem Verbot
des Verbrennungsmotors. Ein Verbot ab dem Jahr 2030 könnte deutliche
Einbußen für Beschäftigung und Wertschöpfung in Deutschland haben, heißt
es in einer heute veröffentlichten Studie des Ifo-Instituts im Auftrag
des Verbandes der Automobilindustrie (VDA).
Mehr als 600.000 der derzeitigen Industriearbeitsplätze wären direkt
oder indirekt betroffen. Das seien zehn Prozent der deutschen
Industriebeschäftigung. In der Autobranche direkt wären demzufolge
436.000 Jobs gefährdet.«
Keine Angst, der Diesel wird ewig weiterdieseln.

Niemand denkt darüber nach, dass ein E-Auto immer ein Kraftwerk braucht.
Damit ist man niemals autark. Einen Benziner/Diesel kann man auf
alternative Treibstoffe (Sonnenblumenöl, Gas, Alkohol) umrüsen, die man
selber herstellen kann.

E-Autos sind asozial!
Post by Fritz
»Verbrennungsmotor und das Elektroauto seien keine Gegner. "Beide sind
notwendig, wenn man die ambitionierten Klimaschutzziele erreichen will."«
Niemand kann das Klima ändern/schützen. Das ist nur Propaganda der
Industrie und deren nützlicher Idioten (Grüne). Es geht nur um GELD!

NM
Frank Werner
2017-07-19 06:47:52 UTC
Permalink
Post by Nebukadnezar Meier
Keine Angst, der Diesel wird ewig weiterdieseln.
Niemand denkt darüber nach, dass ein E-Auto immer ein Kraftwerk braucht.
Niemand denkt darüber nach, dass ein Verbrenner immer eine Raffinerie
braucht.
Post by Nebukadnezar Meier
Damit ist man niemals autark. Einen Benziner/Diesel kann man auf
alternative Treibstoffe (Sonnenblumenöl, Gas, Alkohol) umrüsen, die man
selber herstellen kann.
Du rechnest wohl immer mit dem Schlimmsten oder?
Post by Nebukadnezar Meier
E-Autos sind asozial!
Zumindestens wird Deine Atemluft etwas sauberer. Aber das musst Du ja
nicht wollen.
Post by Nebukadnezar Meier
Post by Fritz
»Verbrennungsmotor und das Elektroauto seien keine Gegner. "Beide sind
notwendig, wenn man die ambitionierten Klimaschutzziele erreichen will."«
Niemand kann das Klima ändern/schützen. Das ist nur Propaganda der
Industrie und deren nützlicher Idioten (Grüne). Es geht nur um GELD!
Natürlich: die Verschwörung von GRÜNEN und Industrie.

Manchmal mache ich mir wirklich Sorgen um dieses Land.

FW
klaus r.
2017-07-19 07:18:11 UTC
Permalink
Am Wed, 19 Jul 2017 08:47:52 +0200
Post by Frank Werner
[...]
Post by Nebukadnezar Meier
Niemand kann das Klima ändern/schützen. Das ist nur Propaganda der
Industrie und deren nützlicher Idioten (Grüne). Es geht nur um GELD!
Natürlich: die Verschwörung von GRÜNEN und Industrie.
Manchmal mache ich mir wirklich Sorgen um dieses Land.
Manchmal nur?
Ganz schöner Schiet, die Natur hält sich einfach nicht an des Menschen
Erwartungen:

"In der Deutschen Bucht nahe Helgoland ist überraschend ein 915
Quadratkilometer großes Kraterfeld am Meeresgrund entstanden. Durch den
Austritt von Methan aus dem Ozeanboden verursachte „Pockmarks“ sind
bereits aus tieferen Nordseegewässern bekannt, aber an der deutschen
Küste sind es die ersten. Sie entstanden offenbar in nur wenigen
Monaten."

Ganzer Artikel:

http://www.focus.de/wissen/natur/meeresforschung/ueberraschende-entdeckung-in-der-nordsee-methanfreisetzung-verwandelt-meeresboden-nahe-helgoland-in-kraterfeld_id_7356376.html

Nach neueren "Erkenntnissen" ist Methan für das Klima schädlicher als
CO2. Wat mok wi nu bloss allwedder? Sollten wir nicht schnellstens das
Furzen, besonders das der Kühe, verbieten? Kann die Industrie mit dem
entsprechendem Verbot genug verdienen? Sollten, ach was, *müssen*
dringendst e-Kühe eingeführt werden, natürlich mit absolutem
Furzverbot. Und wieviele schöne Windmühlen wird das nach sich ziehen?
Deutschland wird Holland den Rang 1 mit den Windmühlen streitig machen.
Wir müssen schliesslich überall die Nr. Eins sein.

Klaus
--
Natürlich hat jeder eine eigene Meinung. Nur weiss auch jeder,
wo diese eigene Meinung herkommt?
(Lisa Fitz)
Stefan Heimers
2017-07-18 14:43:28 UTC
Permalink
Post by Fritz
Mehr als 600.000 der derzeitigen Industriearbeitsplätze wären direkt
oder indirekt betroffen.
Dafür gibt es neue Jobs in anderen Bereichen. Akkus müssen gebaut werden.
Ladestationen müssen installiert werden. Neue Kraftwerke müssen gebaut
werden.

Es sind schon immer Jobs verschwunden, dafür andere neue dazugekommen. Man
nennt das Fortschritt. Niemand will zurück zu Zeiten, wo man noch Heizer auf
den Dampfloks brauchte. Aus Mitleid Jobs erhalten, die man nicht mehr
braucht oder die gar schädlich für die Allgemeinheit sind, ist keine gute
Strategie für die Zukunft. Damit wird man rückständig, was langfristig eher
zu mehr Arbeitslosigkeit führt.
Fritz
2017-07-18 16:16:30 UTC
Permalink
Post by Stefan Heimers
Post by Fritz
Mehr als 600.000 der derzeitigen Industriearbeitsplätze wären direkt
oder indirekt betroffen.
Dafür gibt es neue Jobs in anderen Bereichen. Akkus müssen gebaut werden.
Ladestationen müssen installiert werden. Neue Kraftwerke müssen gebaut
werden.
Es sind schon immer Jobs verschwunden, dafür andere neue dazugekommen. Man
nennt das Fortschritt. Niemand will zurück zu Zeiten, wo man noch Heizer auf
den Dampfloks brauchte. Aus Mitleid Jobs erhalten, die man nicht mehr
braucht oder die gar schädlich für die Allgemeinheit sind, ist keine gute
Strategie für die Zukunft. Damit wird man rückständig, was langfristig eher
zu mehr Arbeitslosigkeit führt.
Es kommt nur auf eine geregelte Übergangszeit an!
Mit Gewalt 'von heut auf morgen' zu kommen, schafft pures Chaos!
--
Fritz
Usenet Akronyme auf Alpenländisch:
PLUMPS = PLONK (im österreichischen Dialekt)
Hierconf(s) ~ DHDDDODH = do hockn de do de oiweu do hockn
Lutz Beck
2017-07-18 19:29:25 UTC
Permalink
Post by Stefan Heimers
Es sind schon immer Jobs verschwunden, dafür andere neue dazugekommen.
Man nennt das Fortschritt. Niemand will zurück zu Zeiten
Schon. Aber in der "Übergangszeit", die 30-80-100-150 Jahre dauern kann,
können darunter zig Millionen leiden (ja zugrunde gehen). Denjenigen,
die hierüber "philosophieren" u. spekulieren kann das Ganze schoaßegal
sein. Nicht aber den Millionen, die *deswegen* zerstört werden. Und da
fragt sich manch einer naiv, ja wieso große Schichten aus einer Bevöl-
kerung dann lieber ... totalitäre Lösungen (aus)wählen.

Der Schigglgruaba Adi mit seinem RSHA-Apparat ist auch in (sehr?) ähn-
lichen Zeiten aufgetaucht u. sie mimten die "Retter" (darunter auch
als Retter der Bevölkerung aus den Klauen der sog. "Zinsknechtschaft",
wie man im NS-Jargon sagte (siehe 'Mein Kampf'). Geradezu zum Lachen
seit mehreren Jahren jetzt, wenn man sieht u. hört, wie die "Enkelkin-
der" ächzen u. jammern, daß es keine ... Zinsknechtschaft mehr gibt.
Das Geld wird billig, die Nutznießer werden depressiv. :)

Lutz
Christoph Müller
2017-07-18 16:41:21 UTC
Permalink
Post by Fritz
<http://orf.at/stories/2399732/>
»Die deutsche Autobranche und das Ifo-Institut warnen vor einem Verbot
des Verbrennungsmotors. Ein Verbot ab dem Jahr 2030 könnte deutliche
Einbußen für Beschäftigung und Wertschöpfung in Deutschland haben, heißt
es in einer heute veröffentlichten Studie des Ifo-Instituts im Auftrag
des Verbandes der Automobilindustrie (VDA).
Mehr als 600.000 der derzeitigen Industriearbeitsplätze wären direkt
oder indirekt betroffen. Das seien zehn Prozent der deutschen
Industriebeschäftigung. In der Autobranche direkt wären demzufolge
436.000 Jobs gefährdet.«
»Verbrennungsmotor und das Elektroauto seien keine Gegner. „Beide sind
notwendig, wenn man die ambitionierten Klimaschutzziele erreichen will.“«
Da geht's vor allem um die Verbrennungsmotoren. Am Rest der Fahrzeuge
ändert sich nicht allzuviel durch die E-Mobilität.

Verbrennungsmotoren sind aus physikalischer Sicht in erster Linie Öfen.
Wo stellt ein normal denkender Mensch Öfen hin?

Wenn wir etwa 40.000.000 Haushalte haben, dann haben wir in ähnlicher
Größenordnung (auch Arbeitsplätze wollen geheizt sein) auch Bedarf an
Heizkesseln. Sei es als Heizzentrale im Keller oder auf dem Dach, als
Etagenheizung oder als BHKW im Nahwärmenetz. Die Arbeitsplätze, die mit
der E-Mobilität verloren gehen, können somit mit einer Dezentralisierung
der Stromproduktion einfach "umgeswitched" werden. Dafür braucht's
lediglich ein geeignetes Managementsystem, das ich in einem
automatischen bidirektionalen Stromhandelssystem für alle (ASTROHS)
sehe. Dann kommen zu den stromproduzierenden Heizungen auch noch
haufenweise Kleinwindkraftwerke und PV hinzu. Damit sollten die
verlorenen 600.000 Arbeitsplätze also gut aufzufangen sein.

Ich befürchte nur, dass unsere Entscheidungsträger für sowas zu wenig
Fantasie aufbringen werden und deshalb lieber 600.000 Arbeitslose
riskieren. Denn: Tut man was, kann's schief gehen. Tut man nichts,
kann's auch nicht schief gehen. Oder?
--
Servus
Christoph Müller
http://www.astrail.de
DonCaron
2017-07-18 19:07:50 UTC
Permalink
Post by Fritz
Die deutsche Autobranche und das Ifo-Institut warnen vor einem Verbot
des Verbrennungsmotors
diese "studie" hat die Automobilindustrie selbst veranlasst.
--
DonCaron
Stefan
2017-07-19 05:35:41 UTC
Permalink
Post by DonCaron
Post by Fritz
Die deutsche Autobranche und das Ifo-Institut warnen vor einem Verbot
des Verbrennungsmotors
diese "studie" hat die Automobilindustrie selbst veranlasst.
Ja und?
DonCaron
2017-07-19 08:06:16 UTC
Permalink
Post by Stefan
Post by DonCaron
diese "studie" hat die Automobilindustrie selbst veranlasst.
Ja und?
in den USA gab es Studien die Tabak rauchen als Unschädlich darstellten,
oder die Waffenlobby....
--
DonCaron
mucky
2017-07-19 08:13:37 UTC
Permalink
Post by Stefan
Post by DonCaron
Post by Fritz
Die deutsche Autobranche und das Ifo-Institut warnen vor einem Verbot
des Verbrennungsmotors
diese "studie" hat die Automobilindustrie selbst veranlasst.
Ja und?
Im Zweifel für den Eigennutz? :)
Wenigstens ist es die übliche Reaktion der Weltplayer.

Unter dem etwas veralteten Motto, geht es deinem Arbeitgeber gut
bleibt auch etwas an den Beschäftigten hängen.
Bei Bedarf heißt es "Arbeitsplätze" retten die ihre Bezeichnung
nicht verdienen, auch Billiglohnsektor genannt.
Ein paar Tage später greifen "Strukturmaßnamen" zum AP-Abbau,
zur Rettung des Unternehmens, versteht sich.

Allerdings hat Europa doch ambitionierte, Mrd. schwere Klimaziele,
jedenfalls als Plakat.
Da entsteht zwangsläufig der Eindruck dass die Katz' sich,
wie so oft, in den Schwanz beißt.
Das Geld ist weg, für den Steuerzahler, und keiner weiß wohin.

Luschtig is es alle ma, für viele zum Heulen.

Was tun sprach Zeus, die (Führungs-)Götter sind besoffen!

Es geht jetzt im Kern darum, die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen
zu verändern. Der irrationale Prozess der "Verwertung des Wertes"
(Robert Kurz) und damit das Wertschöpfungsprinzip, die Fetischformen
"Arbeit" und "Geld" sowie die daraus hervorgehenden sozialen Bedingungen
sind zu überwinden!

g
mucky
2017-07-19 08:14:12 UTC
Permalink
Post by Stefan
Post by DonCaron
Post by Fritz
Die deutsche Autobranche und das Ifo-Institut warnen vor einem Verbot
des Verbrennungsmotors
diese "studie" hat die Automobilindustrie selbst veranlasst.
Ja und?
Im Zweifel für den Eigennutz? :)
Wenigstens ist es die übliche Reaktion der Weltplayer.

Unter dem etwas veralteten Motto, geht es deinem Arbeitgeber gut
bleibt auch etwas an den Beschäftigten hängen.
Bei Bedarf heißt es "Arbeitsplätze" retten die ihre Bezeichnung
nicht verdienen, auch Billiglohnsektor genannt.
Ein paar Tage später greifen "Strukturmaßnamen" zum AP-Abbau,
zur Rettung des Unternehmens, versteht sich.

Allerdings hat Europa doch ambitionierte, Mrd. schwere Klimaziele,
jedenfalls als Plakat.
Da entsteht zwangsläufig der Eindruck dass die Katz' sich,
wie so oft, in den Schwanz beißt.
Das Geld ist weg, für den Steuerzahler, und keiner weiß wohin.

Luschtig is es alle ma, für viele zum Heulen.

Was tun sprach Zeus, die (Führungs-)Götter sind besoffen!

Es geht jetzt im Kern darum, die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen
zu verändern. Der irrationale Prozess der "Verwertung des Wertes"
(Robert Kurz) und damit das Wertschöpfungsprinzip, die Fetischformen
"Arbeit" und "Geld" sowie die daraus hervorgehenden sozialen Bedingungen
sind zu überwinden!

g

Wolfgang Schwanke
2017-07-19 02:00:33 UTC
Permalink
Post by Fritz
Ein Verbot ab dem Jahr 2030 könnte deutliche
Einbußen für Beschäftigung und Wertschöpfung in Deutschland haben, heißt
es in einer heute veröffentlichten Studie des Ifo-Instituts im Auftrag
des Verbandes der Automobilindustrie (VDA).
Da hat das Institut mal Recht. Ist doch schön, dass das sogar gemeldet
wird. Es ist nicht alles schlecht!
--
John Peel is not enough

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Lesen Sie weiter auf narkive:
Loading...