Frank Werner
2004-01-16 12:18:41 UTC
...dräut uns ziemlich genau 20 Jahre nach dem Ableisten meiner
eigenen...
Glückwunsch! Die Wehrpflicht ist schon überflüssig, seit es den
Zivildienst gibt. Denn die "Schule der Nation", wie die Bundeswehr mal
genannt wurde, macht nur Sinn, wenn man nicht schwänzen kann. Das
konnte man aber mit dem Zivildienst schon.
Die Schule der Nation ist die Bw heute sicher nicht mehr. Das war sie
auch 1986/87 nicht als ich "schulpflichtig" wurde. Zwar habe ich
erlebt, dass menschliche Schwächen wie Unsauberkeit,
Orientierungslosigkeit, Wehleidigkeit, Unpünktlichkeit, mangelnde
Selbstorganisation bei einigen gerade gerückt wurden und vielen
Kindern würde allein die neue Erfahrung absoluter Grenzen und
überlebensnotwendiger Anpassung heute sicher mal wieder gut tun.
Aber dafür bräuchte es keine Bundeswehr. Es reichte schon aus, wenn
man den Kindern diese Werte mal wieder vorleben würde (wahrscheinlich
reichte es auch schon aus, wenn wenigstens alle Väter für ihre Kinder
mal bezahlen würden) und die dadurch stärkte. Starke Kinder sind
nämlich resistent gegen Drogen, Werbung, Sexualstraftäter und
meinetwegen auch Kakerlaken-Shows und viele PRobleme gäbe es dann
einfach gar nicht.
Und das Gejammer der Zivildienst-Veranstalter tut mir wenig. Das Ende
des willigen und billigen Zivildienstes war abzusehen so wie das Ende
der Eigenheimpauschale, der fossilen Energie und des staufreien
Individualverkehrs. Man muss halt im Leben nicht nur als Mensch
merken, wann das Pferd unter einem stirbt und rechtzeitig absteigen.
Und so beglückwünsche ich alle, die nach 2008 noch eingezogen worden
wären. Nicht nur, dass Ihr als Soldaten die Doofen gewesen wärt. Ihr
hättet auch beinahe ein Jahresgehalt verschenkt und müsstet vielleicht
wie ich im Zug so weit fahren wie mehrfach um die Erde.
Ein Wunsch ist erfüllt. Ich werde eine Flasche Sekt trinken an diesem
Tage.
Frank Werner
eigenen...
Glückwunsch! Die Wehrpflicht ist schon überflüssig, seit es den
Zivildienst gibt. Denn die "Schule der Nation", wie die Bundeswehr mal
genannt wurde, macht nur Sinn, wenn man nicht schwänzen kann. Das
konnte man aber mit dem Zivildienst schon.
Die Schule der Nation ist die Bw heute sicher nicht mehr. Das war sie
auch 1986/87 nicht als ich "schulpflichtig" wurde. Zwar habe ich
erlebt, dass menschliche Schwächen wie Unsauberkeit,
Orientierungslosigkeit, Wehleidigkeit, Unpünktlichkeit, mangelnde
Selbstorganisation bei einigen gerade gerückt wurden und vielen
Kindern würde allein die neue Erfahrung absoluter Grenzen und
überlebensnotwendiger Anpassung heute sicher mal wieder gut tun.
Aber dafür bräuchte es keine Bundeswehr. Es reichte schon aus, wenn
man den Kindern diese Werte mal wieder vorleben würde (wahrscheinlich
reichte es auch schon aus, wenn wenigstens alle Väter für ihre Kinder
mal bezahlen würden) und die dadurch stärkte. Starke Kinder sind
nämlich resistent gegen Drogen, Werbung, Sexualstraftäter und
meinetwegen auch Kakerlaken-Shows und viele PRobleme gäbe es dann
einfach gar nicht.
Und das Gejammer der Zivildienst-Veranstalter tut mir wenig. Das Ende
des willigen und billigen Zivildienstes war abzusehen so wie das Ende
der Eigenheimpauschale, der fossilen Energie und des staufreien
Individualverkehrs. Man muss halt im Leben nicht nur als Mensch
merken, wann das Pferd unter einem stirbt und rechtzeitig absteigen.
Und so beglückwünsche ich alle, die nach 2008 noch eingezogen worden
wären. Nicht nur, dass Ihr als Soldaten die Doofen gewesen wärt. Ihr
hättet auch beinahe ein Jahresgehalt verschenkt und müsstet vielleicht
wie ich im Zug so weit fahren wie mehrfach um die Erde.
Ein Wunsch ist erfüllt. Ich werde eine Flasche Sekt trinken an diesem
Tage.
Frank Werner
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