Discussion:
Das Target-2-Problem: "Erfindung des Ökonomen HW Sinn"
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Lutz Beck
2018-07-10 15:46:49 UTC
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FAZ-Interview, Ökonom Luigi Zingales:

<http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/chicago-oekonom-luigi-zingales-spricht-ueber-italiens-politik-15650600.html>

<FAZ>: "In Deutschland erzeugen die hohen Salden im Target-Zah-
lungssystem Sorgen. Wie sehen Sie das?"

<Luigi Zingales>:

"Dieses Problem ist eine Erfindung des deutschen Ökonomen
Hans-Werner Sinn. Im amerikanischen Zahlungssystem regt
sich keiner über Salden auf, die es dort auch gibt."



s. auch:

<'background' - Zusammenfassung des Problems>
<von Stefan Kaiser>:

<http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/target-2-und-bundesbank-sitzt-deutschland-wirklich-auf-einer-billionen-bombe-a-1217480.html>



<https://en.wikipedia.org/wiki/TARGET2>

"The issue of the increasing Target balances was brought to public
attention for the first time in early *2011* by *Hans-Werner Sinn*,
president of the Munich Ifo Institute."

★<https://en.wikipedia.org/wiki/TARGET2#Relation_to_European_debt_crisis>★

"Paul De Grauwe and Yuemei Ji argue that Germany's and other
countries’ Target claims could be made void, without suffering
any losses, since that the value of the central bank money,
being "fiat money", is independent of a central bank's assets.[26]"



[Fußnote Nr. 26] ☞ de Grauwe & Ji (18. Sep. 2012):

"What Germany should fear most is its own fear"

"Germany’s large accumulation of TARGET2 claims has created fear
that Germany stands to lose vast amounts of wealth if the Eurozone
were to break down. After clarifying the issues using basic economic
principles, this column shows that Germany could avoid large wealth
losses by restricting euro-to-mark conversions to German residents."

<https://voxeu.org/article/how-germany-can-avoid-wealth-losses-if-eurozone-breaks-limit-conversion-german-residents>

[Und kaufen in It etc. ein - auf Teufelkommraus, ohne Geldscheine auf
den Tresen hinzuknallen. Ansonsten: "Billigst einkaufen" + "teuer
veräußern". :-)]



<https://de.wikipedia.org/wiki/TARGET2>

<https://de.wikipedia.org/wiki/TARGET2#Grundlegendes>
<https://de.wikipedia.org/wiki/TARGET2#Bezug_zum_Refinanzierungskredit>
[[Target-Salden als "Kredite" u. Bezug zur Zahlungsbilanz]]
<https://de.wikipedia.org/wiki/TARGET2#Bezug_zur_Zahlungsbilanz>
--
Lutz
(Gnade uns Gott vor einem deutschen "Run" auf die Banken, aus der "sich
selbst erfüllenden Prophezeiung" heraus. Diese "Propheten" des "Unter-
gangs" hindert kein Gesetz, die Panik anzufachen.)
Fritz
2018-07-10 15:59:26 UTC
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Raw Message
Post by Lutz Beck
<http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/chicago-oekonom-luigi-zingales-spricht-ueber-italiens-politik-15650600.html>
 <FAZ>: "In Deutschland erzeugen die hohen Salden im Target-Zah-
         lungssystem Sorgen. Wie sehen Sie das?"
  "Dieses Problem ist eine Erfindung des deutschen Ökonomen
   Hans-Werner Sinn. Im amerikanischen Zahlungssystem regt
   sich keiner über Salden auf, die es dort auch gibt."

<'background' - Zusammenfassung des Problems>
<http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/target-2-und-bundesbank-sitzt-deutschland-wirklich-auf-einer-billionen-bombe-a-1217480.html>

<https://en.wikipedia.org/wiki/TARGET2>
 "The issue of the increasing Target balances was brought to public
  attention for the first time in early *2011* by *Hans-Werner Sinn*,
  president of the Munich Ifo Institute."
★<https://en.wikipedia.org/wiki/TARGET2#Relation_to_European_debt_crisis>★
  "Paul De Grauwe and Yuemei Ji argue that Germany's and other
   countries’ Target claims could be made void, without suffering
   any losses, since that the value of the central bank money,
   being "fiat money", is independent of a central bank's assets.[26]"

  "What Germany should fear most is its own fear"
  "Germany’s large accumulation of TARGET2 claims has created fear
   that Germany stands to lose vast amounts of wealth if the Eurozone
   were to break down. After clarifying the issues using basic economic
   principles, this column shows that Germany could avoid large wealth
   losses by restricting euro-to-mark conversions to German residents."
<https://voxeu.org/article/how-germany-can-avoid-wealth-losses-if-eurozone-breaks-limit-conversion-german-residents>
[Und kaufen in It etc. ein - auf Teufelkommraus, ohne Geldscheine auf
 den Tresen hinzuknallen. Ansonsten: "Billigst einkaufen" + "teuer
 veräußern". :-)]

<https://de.wikipedia.org/wiki/TARGET2>
<https://de.wikipedia.org/wiki/TARGET2#Grundlegendes>
<https://de.wikipedia.org/wiki/TARGET2#Bezug_zum_Refinanzierungskredit>
 [[Target-Salden als "Kredite" u. Bezug zur Zahlungsbilanz]]
<https://de.wikipedia.org/wiki/TARGET2#Bezug_zur_Zahlungsbilanz>
Danke für deine Arbeit dies zusammengetragen zu haben!

Ich befürchte, die Kreischer werden daraus nix lernen!
--
Fritz ™
Das 'bunte' Treiben in manchen Gruppen (passendes FUP2 nicht
ausgeschlossen):
Alternative Fakten, Postfaktische Wahrheiten, Bunte Sprache,
Populistisches Geplärre, faken, trollen, pöbeln, usw.
Siegfrid Breuer
2018-07-10 16:33:00 UTC
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Raw Message
Post by Fritz
Danke für deine Arbeit dies zusammengetragen zu haben!
Dir ist also durchaus bewusst, dass Du selber fuer sowas zu bloed
waerst, Alpentoelpel?
Post by Fritz
Ich befürchte, die Kreischer werden daraus nix lernen!
Du Dumpfbacke bestimmt auch wieder nicht.
--
Post by Fritz
Ich kann ja nicht ueberall perfekt sein.
[Ottmar Ohlemacher in <iaukxtlk9qfm.yc2kzcrpbel0$***@40tude.net>]
-> das Wahrheitsministerium raet: <http://www.hinterfotz.de/boese.html> <-
Strange Quark
2018-07-10 16:19:19 UTC
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Raw Message
Post by Lutz Beck
<http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/chicago-oekonom-luigi-zingales-spricht-ueber-italiens-politik-15650600.html>
<FAZ>: "In Deutschland erzeugen die hohen Salden im Target-Zah-
lungssystem Sorgen. Wie sehen Sie das?"
"Dieses Problem ist eine Erfindung des deutschen Ökonomen
Hans-Werner Sinn. Im amerikanischen Zahlungssystem regt
sich keiner über Salden auf, die es dort auch gibt."
Mich wundert an der Sache ja schon seit längerem, dass man dem Herrn Ökonomen
Sinn(frei) überhaupt noch Glauben schenkt. Aber gut, wenn man es selbst nicht
besser weiß, tendiert man dazu, alles mögliche zu glauben.

Der lag doch schon so oft mit seinen Prognosen daneben. Vor Jahren hab ich
den mal irgendwo gesehen, da prognostizierte er eine Art Megainflation von
bis zu 4% für Deutschland bzw. hielt eine solche Entwicklung für unabwendbar.

Da sind Klimatologen mit ihren Prognosen treffsicherer und die haben es doch
um einiges schwieriger.

P.S. Lustig, was mein script hier für eine Signatur ausgewählt hat, passend
zum Thema :)
--
The only function of economic forecasting is to make astrology look respectable.
-- John Kenneth Galbraith
Lutz Beck
2018-07-10 17:08:29 UTC
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Raw Message
Post by Strange Quark
da prognostizierte er eine Art
Megainflation von bis zu 4% für Deutschland bzw.
Nebenbei: 4% pro Jahr ist eine ... tolle Inflationsrate!
Indikator für eine echt boomende, wachsende Wirtschaft.
(China hat höhere Raten, die zw. 6%/7% und 11%/12% schwanken;
bei niedrigeren Raten, wie zur Zeit, haben die meisten Analysten
u. Kapitalisten Angst, daß Chinas Volkswirtschaft nicht mehr
so toll wächst! Bei uns fallen die meisten der Analysten und
Blablameister (inkl. die Rechtskonservativen) schon in Ohnmacht
vor Angst, sobald unsere Ökonomie eine Inflationsrate von 1,5%-
knapp 2,0% pro Jahr vorübergehend aufweist. Bereits bei 0,4%
reden die (das bemerken wir alle in den letzten 10 Jahren oder
so), ja sie schwärmen, "Wirtschaftsboom", "Vollbeschäftigung".
In Wirklichkeit sind temporäre Wachstumsraten von 0,4%-1,x%
eher ... Stagnation. Unsere unglaublich gigantischen Über-
schüsse im Ausland sind freilich nur deshalb so überdimensioniert
geraten, weil im vielfältigen Ausland allerlei Nationen, ob
reich oder ärmer, ob mit viel Arbeitslosigkeit oder mit viel
Vollbeschäftigung, bei uns noch immer kräftig bestellen; und
sie bestellen auch im Rahmen von mal ausgeklügelten mal schlechten
Kreditaufnahmen u. Bürgschaften. Würden alle Nationen so wirtschaften,
wie Prof. Sinn und die Erzkonserven bei uns stets propagieren,
so hätte Schland auch keine Handelsüberschüsse (und auch kein
Trump würde sich nicht länger deswegen ... künstlich aufregen;
da müßte er aus der Trickkiste andere Dinger raussuchen, um
damit von Europa Plusgelder rauszupressen).
Post by Strange Quark
hielt eine solche Entwicklung für unabwendbar.
Wenn man bedenkt, daß einer wie der, ein Professioneller in Ökonomie-
sachen, doch sehr genau weiß, im Gegensatz zum Volke, daß kleinere
Inflationsraten doch darauf hinweisen, daß die Volkswirtschaft nicht
stagniert, sondern ein bißchen wächst, also daß da produziert wird,
daß viele oder die meisten vorübergehend Arbeit haben. (Was wieder
verschwindet, wenn im Ausland unsere Produkte nimmer bestellt werden,
weil die auch herstellen können - bei ähnlicher Güte oder wesentlich
preiswerter! Wenn man sich in der "Binnenwirtschaft" keine "Vorsorge"
für solche Zeiträume bastelt, dann wird es zappenduster werden. Und
was bemerke ich seit zirka 20 Jahren? Allzu viele Besserwisser und
Klugscheißer, die von Geld und Wirtschaft keine Ahnung haben, aber
von sich meinen, sie hätten Geld und Wirtschaft erfunden, "Nur die
Linken, nur die Sozen kommen mit diesem kommunistischen Propaganda-
spruch, die Schwachsinnigen!" Viele werden dann, wenn es soweit sein
wird, bittere Trönen vergießen und viele Konserven und Libs werden
Knochenbrüche in der Kralle der eigenen *Fans* erleiden.)
Post by Strange Quark
Da sind Klimatologen mit ihren Prognosen treffsicherer und die haben es
doch um einiges schwieriger.
Ob es vom Menschen verursachte Klimaänderung gibt oder nicht, aber eines
steht fest: Es wird allmählich wärmer; global; und das macht sich
seit 80 Jahren krass in den Gletschern bemerkbar - überall auf der
Welt, wo es viele Gletscher gibt (Alpenraum, Kaukasus, Karakorum,
Himalaya, Anden, Rockies, Kilimndscharo); die Inuits in Kanada
u. auf Grönland beklagen, daß ihre Umwelt sich darum sehr verändert.
Es gibt auf Grönland Inuits, die gelernt haben, bei sich daheim,
Gemüsegärten zu pflegen - wo's u. a. auch Zucchini gibt. Und-und. Auf
jeden Fall sollten die Deutschsprachigen mal zuhören, was die
deutschsprachigen Gletscherologen in den Alpenländern, CH-AT-DE,
diesbezüglich mitzuteilen haben; und wie die Häufigkeit der Bergrutsche
im Alpenraum immer häufiger und volkswirtschaftlich (inkl.
versicherungs- und rückversicherungmonetär) immer relevanter sein
werden. (Wie mehrmals erwähnt: Einer der größten Rückversicherungs-
konzerne, die die letzte Kosteninstanz in Sachen Folgen der Klima-
veränderung, sitzt mitten in München: die Münchener Rück alias
Munich Re - zugleich Hauptaktienpaket von Berühmtheiten wie Deutsche
Bank, Allianz, Commerzbank, Thyssenkrupp, Daimler und die meisten
"Blue Chips" der deutschen u. europäischen Wirtschaft. Wenn man
sehr mißtrauisch ist, warum fragt man nicht wenigstens solche Leute,
bzw. die Vorstände der nämlichen Konzerne od. Institutionen? Vor
allem, wenn man eher davon überzeugt ist, daß das Problem eher
ein "Klima-Hoax", "Klima-Schwindel", aufgrund einer links-grünen
Propaganda, sei. Die Gletscherspezialisten sowie die Munich-Re-
Chefs können alle Deutsch, da brauchen die Interessenten keine
Dolmetscherdienste, falls sie Fragen stellen - im Gegensatz zum
Fall, wo die Fragen an die Generalität der ... CIA gestellt würden. :-))

Lutz
Strange Quark
2018-07-10 19:06:39 UTC
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Raw Message
Post by Lutz Beck
Post by Strange Quark
da prognostizierte er eine Art
Megainflation von bis zu 4% für Deutschland bzw.
Nebenbei: 4% pro Jahr ist eine ... tolle Inflationsrate!
Wenn das Wirtschaftswachstum dazu passt, dann ja. Bei uns wären 4% oder mehr
allerdings ziemlich fatal.

Man darf ja nicht vergessen, dass in China auch die Löhne nach wie vor stark
steigen, da sind 4% Teuerung keine große Sache. Die hatten Lohnsteigerungen
von 10% pro Jahr und mehr zu Zeiten des großen Aufschwungs. Das ist zwar
auch schon wieder vorbei, aber die Steigerungen liegen dort immer noch weit
über den bei uns üblichen Werten.

Wobei das natürlich alles relativ ist. Der Mindestlohn liegt aktuell irgendwo
in der Gegend von 350€ für einen chinesischen Arbeiter, korrigiert auf die
Kaufkraft der chinesischen Währung sind das ca. 400-500€.

Also immer noch erbärmlich, im Vergleich zu uns, wo die Reallöhne in den
letzten 20 Jahren aber teilweise gesunken sind.
--
We warn the reader in advance that the proof presented here depends on a
clever but highly unmotivated trick.
-- Howard Anton, "Elementary Linear Algebra"
Fritz
2018-07-11 07:19:38 UTC
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Raw Message
Post by Strange Quark
Post by Lutz Beck
da prognostizierte er eine Art Megainflation von bis zu 4% für
Deutschland bzw.
Nebenbei: 4% pro Jahr ist eine ... tolle Inflationsrate!
Wenn das Wirtschaftswachstum dazu passt, dann ja. Bei uns wären 4% oder
mehr allerdings ziemlich fatal.
Man darf ja nicht vergessen, dass in China auch die Löhne nach wie vor
stark steigen, da sind 4% Teuerung keine große Sache. Die hatten
Lohnsteigerungen von 10% pro Jahr und mehr zu Zeiten des großen
Aufschwungs. Das ist zwar auch schon wieder vorbei, aber die
Steigerungen liegen dort immer noch weit über den bei uns üblichen Werten.
Wobei das natürlich alles relativ ist. Der Mindestlohn liegt aktuell irgendwo
in der Gegend von 350€ für einen chinesischen Arbeiter, korrigiert auf die
Kaufkraft der chinesischen Währung sind das ca. 400-500€.
Also immer noch erbärmlich, im Vergleich zu uns, wo die Reallöhne in den
letzten 20 Jahren aber teilweise gesunken sind.
Man darf nicht übersehen, von den rund 1,4 Milliarden Chinesen geht es
rund 250 Millionen so gut wie uns, sie haben ähnlichen Lebensstandard.

In Indien sind es von dem rund 1,2 Milliarden Inder, rund 200 Millionen
bei denen dies auch zutrifft.

In beiden Ländern schlummert dadurch eine soziale Sprengkraft. China
begegnet dem mit immer mehr an Überwachung und einem Gut/Böse
Notensystem. In Indien ist es die Religion (generelle Lebenseinstellung)
die das dämpft.

China will zudem diesen 'way of life' massiv exportieren, so wie es auch
die USA macht (und damit herbe Abfuhr erlitt, siehe Irak, Iran,
Afghanistan, Libyen, usw.).
--
Fritz ™
Das 'bunte' Treiben in manchen Gruppen (passendes FUP2 nicht
ausgeschlossen):
Alternative Fakten, Postfaktische Wahrheiten, Bunte Sprache,
Populistisches Geplärre, faken, trollen, pöbeln, usw.
Lutz Beck
2018-07-11 08:33:06 UTC
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Raw Message
Post by Strange Quark
Wenn das Wirtschaftswachstum dazu passt, dann ja. Bei uns wären 4% oder
mehr allerdings ziemlich fatal.
Nein, wäre nicht fatal, weil auch die Ökonomie im echten Wachstum
begriffen wäre.
Post by Strange Quark
Man darf ja nicht vergessen, dass in China auch die Löhne nach wie vor
stark steigen, da sind 4% Teuerung keine große Sache.
Keine Bange, bei uns gibt's schon die Teuerungsrate ganz abgekoppelt
vom ökonomischen Zustand: In- oder Deflation. Es ist zur deutschen
Tradition geworden: in regelmäßigen Abständen alles teurer werden
zu lassen (Fahrscheine, Mieten, Grundnahrungsmittel etc). Warum? Weil
es "Tradition" geworden ist, daß "jeder" nach einem Jahr oder 2-3
Jahren höhere Einnahmen haben *muß*. (Ausnahme: die Schwächsten; d.h.
die kleinen Lohnempfänger und die Rentner.) Auch dann geschieht das,
wenn die Deflation winkt und wenn die Ölpreise mal fallen usw.

Niemand (von den relevanten sozialen Schichten bzw. Wirtschaftsteil-
nehmerkreisen) will sich mit den ... normalen Einkünften zufrieden
geben, zumal in rezessiven Zeiträumen; nein: Es "muß" so kommen, daß
die Einkünfte *periodisch* aufgestockt werden ... "müssen". Auch
die Gewerkschaften: Wenn die Inflationsrate bis auf 1,5% oder gar
0,5% p. a. (lt. allen Ökon-Forschungsinstituten der Welt) absackt,
verlangen die sogar 6%-7%, um beim Kompromißschluß (der Kampfrunden),
wenigstens auf 3%-4% Stopp zu machen. Freilich haben dann die
"Traditionsanhänger" im Handwerk, in der Industrie, bei den Produ-
zenten und allerlei Dienstleistenden die willkommene Zusatzmöglich-
keit, neue Teuerungen einzuschieben und die Schuld dafür in die
Schue der "Qwerkschaften" zu schieben. Unendlichmal im Nachkriegs-
DE "vorexerziert" (bereits große Routine).

Nur die *Schwachen* (Gehalts-, Lohn-, Honorar-Empfänger aus unzäh-
ligen Tätigkeitsbereichen sowie die Bezieher von Altersrenten und
Renten aus Invalidität) müssen zeigen, daß sie trotz Teuerungen
aus welchem Grund auch immer, mit denselben, kaum oder gar nicht
angepassten, Einkünften zurechtkommen. (Sie sind schwach, weil
sie keine Lobby haben, kaum Machtgrüppchen, die auch für sie
was tun möchten. Wenn es auch noch keine Gewerkschaften gäbe,
dann "gute Nacht".)

Das ist der Grund, warum der deutsche Michel (extrem belogen von
den besagten Ökonomiegurus, die nur Panik schüren) meint, der Euro
wäre schwach. Freilich: Schon vor 10 Jahren kosteten x Waren u.
Dienstleistungen genauso viel oder mehr wie einige Jahren zuvor
in D-Mark. Aber nicht, weil es eine nennenswerte Inflation gegeben
hätte, sondern eben aufgrund dieses "Trick 17". Das kennt jeder, aber
keiner will's als Ursache für manche Zustände wahrhaben.

Schaut Euch die letzten 3-4 Teuerungswellen bei den Grundprodukten
in Discountläden an: jedesmal um 10 bis 40 Cents. Aus welchem Grunde
eigentlich? Keine Teuerung bei der Energie; keine Knappheit bei
der Lieferung (im Gegenteil: allerlei Obst und Gemüse wird auch dann
aus Südamerika, Südafrika, Neuseeland etc importiert, wenn es in
DE und zumindest Italien, Griechenland, Spanien, Türkei, Marokko u.a.
*Hochsaison* ist. Auch jetzt: Die Fachleute, zitiert von den Medien,
behaupten: "sehr große" Ernte bei den Süßkirschen. Was sieht man in
den (Discount-)Läden? Kirschen aus der Türkei und *manchmal* aus
Italien - und beide Sorten auch jetzt noch ziemlich teuer (freilich
die Hälfte vom Preis in den Jahren, wo die Ernte "schwach" gewesen
sein soll. Und wenn die Ernte bei uns schwach ist und ausfällt,
heißt das gar nicht, daß das ebenso der Fall in Portugal, Spanien,
Italien, Jugoslawien, Griechenland, Türkei, Israel, "Nafri" ist.)
Mogeleien, Lug, Betrug, Nepper und Bauernfänger. :-D

Der Euro kostet auch jetzt noch und "forever" 1,95583 DM! Aber
100 tausend EUR kaufen nimmer das, was (in erstaunlich vielen
Fällen) 100 tausend DM konnten. Eben wg. "Trick" wie oben: Teuerungs-
wellen, die von den Ökonomie-Instituten nicht normal gemessen werden
können, da diese Teuerungen nicht vom Zustand der Ökonomie, des
Geldwertes, des Warentauschs, der Inflation, der Deflation etc
sondern wegen "Extra"-Ursachen entstehen.

Freilich kann man das auch messen und publizieren, aber dafür braucht
man totale Ehrlichkeit und nicht die "zur Not gewordene Lüge".

Ansonsten arbeiten alle mit diesen "Tricks". Seht den unverschämten
Horror-Clown-Händler Trump: Der schreit, die anderen Nato-Mitglieder
sollen schleunigst 2% vom BIP einzahlen, sonst macht der einen
Nervenzusammenbruch. :-) Mit der "Begründung": Amerika zahle xmal
mehr und hat keinen Nutzen daraus, daß Amerika andere beschütze. In
Wahrheit, gibt Amerika so viel oder gar mehr unabhängig davon aus.
Das ultrahypersuperdimensionierte Verteidigungsministerium hat was
nur mit dem eigenen Interesse jenes Landes zu tun - egal, ob es
ein Nato existiert oder nicht. Das weiß doch *jeder*, und wenn nicht
jeder, dann zumindest jeder US-Ami, der zumindest die Volksschule
erfolgreich beendet hat, aber auch jede Menge "Drop-outs". :-)

Aber dieser Versuch wird erfolgreich sein, und die EU-Länder, die
zugleich Nato-Mitglieder sind, werden quasi bestimmt mehr ausgeben,
d. h. zusätzliches Geld - ohne große Anstrengung (eher bloß auf-
grund der hysterischen Rhetorik des Trump, der diesbezüglich ähnlich
agiert wie die Maggie Thatcher Ende der 70er und in den 80er Jahren).
Bloß ein Beispiel.
Post by Strange Quark
Die hatten Lohnsteigerungen von 10% pro Jahr und mehr zu Zeiten des großen
Aufschwungs.
Die waren doch damals notwendig - bei Wachstumsraten von 11%-12% p. a.
Bei uns wären die neoliberalen Mainstream Ökon-Theoretiker u. die
ähnlich gestrickten "Wirtschaftskapitäne" imstande, wenn man sie ließe
(oder aber wenn DE eine Hitler- oder Stalin-Diktatur wäre), die Löhne
allenfalls um 1%-2% zu erhöhen - alle 10 Jahre auch bei solchen Wachs-
tumsraten wie in China. Freilich mit einer Ausnahme: Die Gehälter des
Managements, der Abgeordneten und der Exekutive hätte (und hat immer)
andere Prozentsätze bei den Anpassungen (immer nach oben). (Im Rahmen
der Tradition: Wenn bei den "Sklaven" Erhöhung um 2%-3%, dann beim
"Adel", in quasi allen "Führungsetagen", Erhöhungen sogar in Höhe von
20%-30% oder in manchen Betrieben oder Institutionen noch unverschäm-
ter. Auch diese Umstände/Besonderheiten haben dann weitverzweigte
Folgen in der Volkswirtschaft, im "sozialen Frieden" und in der "Al-
tersvorsorge" sowie in der "Sozialversicherung". Die Neolibs stellen
sich vermutl. nicht die Frage, wie eine Gesellschaft einer
"Industrienation" in der "1. Welt" weiterhin, unter den besten
Kriterien/Bedingungen, die nächsten Generationen passend-zivilisier
u. 1.-Welt-gerecht aufziehen soll, damit auch in den Jahren 2080-2120 DE
beim High-Tech vorn, in "Top Five" oder "Top Ten", eine wesentliche
Rolle spiele, wenn so viele Millionen aus dem "Mittelstand" und aus
dem normalen Wirtschaftskreislauf hinausgeschleudert werden! Und
Obacht dabei - ich wiederhole -: Die Europäische Zentralbank ist so
gemacht (hat solche "Statuten"), auf Wunsch der Neolibdeutschen, daß
sie, wie Ihr "Vorbild", die Deutsche Bundesbank, sich nur mit der
"Geldstabilität" und der Bekämpfung der Inflation befaßt. Im Kontrast
dazu steht die mächtigste unter den Zentralbanken und daher "Leithammel"
für alle Zentralbanken, die in der Weltwirtschaft zählen: die Federal
Reserve Bank ("The Fed"); diese paßt auch auf die Lage der Beschäftigung
bzw. Arbeitslosigkeit, auf die ökonomischen Befindlichkeiten der
Volkswirtschaft usw auf.)
Post by Strange Quark
Wobei das natürlich alles relativ ist. Der Mindestlohn liegt aktuell
irgendwo in der Gegend von 350€ für einen chinesischen Arbeiter, korrigiert auf die
Kaufkraft der chinesischen Währung sind das ca. 400-500€.
Tja, das wäre auch eine Möglichkeit (die deutsche neoliberale Möglich-
keit): so lange zu warten, bis der Durchschnittslohne des Chinesen
zirka 4000-7000 EUR/Monat beträgt. Aber das kann dann bedeuten, daß
erst die Kinder oder Enkelkinder der Enkelkinder der jetzigen Generation
die Früchte dieses "Einpendelns" ernten würden. Aber viel
wahrscheinlicher wäre es, daß Staaten, die darauf spekulieren, besonders
wenn diese sich nun in der "1. Welt" befinden, in den nächsten 2 Genera-
tionen in die 3. Welt abrutschen. In Deutschland will vermutlich ein
Teil der "Neoliberalität" und des "Wirtschaftsverstands" genau diese
Lösung, ohne zu bedenken, daß Deutschland "das Relegationsspiel
garantiert verliert" (und sich prompt in der "Regionalliga" wieder-
findet). Diesbezüglich scheinen die "kleineren Deutschlands" mehr
antizipatorischen Verstand zu haben: AT und die alemannischen CH-
Kantone ...
Post by Strange Quark
Also immer noch erbärmlich, im Vergleich zu uns, wo die Reallöhne in den
letzten 20 Jahren aber teilweise gesunken sind.
Aufgrund der *deutschen* (nicht amerikanischen) Neolibideologie (woran
auch die meisten Sozialdemokraten glauben; und zum großen Teil inzwi-
schen auch die Grünen) - nämlich, daß die Produktion u. die Dienst-
leistung vor allem (eigentlich fast *nur) im Ausland kompetitiv, also
gar gegenüber dem Fernost wettbewerbsfähig, bleibt, indem die Preise
ziemlich niedrig gehalten werden. (Das ist eigentlich ein unlauterer
Wettbewerb per Raubbau an der eigenen Belegschaft, an ihrer Gesundheit
und über längere Zeiten an der Nation, welche dann, u. U., aus
Verzweiflung wieder für "Hitler" oder "Stalin" oder zumindest für
"Franco/Putin/Erdo" als "Ersatzlösungen" optiert. Etwas geht in den
Kopf eines jeden von "denen da unten" partout nicht hinein: Daß
einer brutal schuftet, auch unbezahlte Überstunden macht, sein
Leben durch die Schufterei und Nebeneffekten eh verkürzt (und somit
die Sozialkassen "entlastet"), aber dafür kriegt er nicht mal so
wenig/viel Entlohnung, daß er mit seiner Familie einigermaßen
dezent leben darf = ähnlich wie sein Vater und sein Opa! Wogegen
andere, für ein paar Minuten Blabla, was sowieso keiner versteht,
schon eine Einstiegs"marge" von 10000-15000 im Monat verdienen
(ohne den Gegenwert dieser Beträge wirklich *verdient* zu haben! Und
da wundert man sich, daß immer mehr dann rechts- oder linksaußen
wählt?)

Man könnte kapitalistisch und marktwirtschaftsaffin bleiben, aber
ein bißchen anders handeln (ähnlich wie "früher", wo es noch solche
"Trade-Marks" und "Hemdsärmel" wie Grundig, AEG-Telefunken u. x
andere gab; die konnten auch schöne Bilanzen präsentieren ohne
Präsentiersoftware und ohne Apps :-)).

Lutz
Libero
2018-07-11 09:22:43 UTC
Antworten
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Raw Message
Post by Lutz Beck
Keine Bange, bei uns gibt's schon die Teuerungsrate ganz abgekoppelt
vom ökonomischen Zustand: In- oder Deflation. Es ist zur deutschen
Tradition geworden: in regelmäßigen Abständen alles teurer werden
zu lassen (Fahrscheine, Mieten, Grundnahrungsmittel etc). Warum? Weil
es "Tradition" geworden ist, daß "jeder" nach einem Jahr oder 2-3
Jahren höhere Einnahmen haben *muß*.
Blödsinn. Durch das Fiat-Geld-System wird die Geldmenge ständig
erhöht, was natürlich wiederum höhere Nachfrage und höhere Preise
produziert. Da ist nix *abgekoppelt vom ökonomischen Zustand*.

https://www.handelsblatt.com/meinung/gastbeitraege/gastbeitrag-fiat-geld-macht-immer-mehr-menschen-abhaengig/8553448-2.html?ticket=ST-338552-1YLc1c5047ynA1QAD4VM-ap6

"Volkswirtschaften, die Fiat-Geld verwenden, laufen zudem in
eine Überschuldungsfalle, weil die Erträge der mit Fiat-Geld
finanzierten Investitionen letztlich nicht ausreichen, die
aufgelaufenen Schulden zu bedienen. Sobald sich die Rezession-Depression
am Horizont zeigt mit all ihren unerfreulichen Folgen – wie
strauchelnde Staaten und Banken und steigender Arbeitslosigkeit –,
versuchen daher Regierende und Regierte, der unvermeidlichen
Rezession-Depression durch die Ausgabe von noch mehr Kredit und
Fiat-Geld, bereitgestellt zu noch tieferen Zinsen, zu entkommen."
Lutz Beck
2018-07-11 11:42:02 UTC
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Permalink
Raw Message
Post by Libero
Blödsinn. Durch das Fiat-Geld-System wird die Geldmenge ständig
erhöht, was natürlich wiederum höhere Nachfrage und höhere Preise
produziert. Da ist nix *abgekoppelt vom ökonomischen Zustand*.
Bei uns in der EU wird nur geringfügig erhöht. Wie oft soll ich
das wiederholen? Wir befinden uns nicht in USA, im Beschlußbereich
der "Fed". Die Preise steigen auch nicht übermäßig - in DE -, aber
sie steigen, im argen Gegensatz zur Entwicklung der Einkünfte für
immer mehr Millionen Bürger, aus anderen als aus wirtsch. Gründen.

(Und die Sprüche über "Fiatgeld" und "Target-Saldi" könnt Ihr
alle vergessen; die sind Unausgegorenheiten in erster Linie von
Unverantwortlichen die Angst schüren, damit sie ihre eigenen Bücher
verkaufen können; mach mal die Rechnung: 100 tausend mal 30 EUR/Stück
mal fünf solcher Bücher mal 50 Auftritte und Konferenzen je zehn
oder zwanzig tausend EUR Honorar pro Veranstaltung, falls die riechen,
daß die Organisatoren so viel auch bar auf die Kralle zahlen! Dann
kommen die Trittbrettfahrer, die papageienhaft aus eigenem Interesse
nachplappern, um den "Sozen" oder den "Konserven" "zu zeigen". Schließ-
lich die ganz Rechten, die alles, was passt, einsetzen, bis eines
fernen-nahen Tages, die Macht ergriffen wird, wonach alle doofen
Mitläufer, die den Sprüchen geglaubt haben, "neutralisiert" werden
(KZ oder, bei Sturheit, phys. Eliminierung).

In einem normalkapitalistischen Staat, wo es Börsenkultur gibt, wären
solche Apostel u. Propheten der Panik (die schlimme "Runs" verursachen
können, also Finanzkrisen) strafrechtlich zu verfolgen. Leider werden
sie nicht mal in Amerika nicht, geschweige denn bei uns. )
Post by Libero
https://www.handelsblatt.com/meinung/gastbeitraege/gastbeitrag-fiat-geld-macht-immer-mehr-menschen-abhaengig/8553448-2.html?ticket=ST-338552-1YLc1c5047ynA1QAD4VM-ap6
Für solche Kampagnen, die die Panik füttern, sollte sich Handelsblatt
(und das Haus Georg von Holtzbrinck) schämen (samt Boss Gabor
Steingart). Diese Kampagnen auf Deutsch sind sehr gefährlich; es
ist kein Spass. Ich sage nur Gottseidank, daß die deutsche Sprache
nicht so verbreitet ist wie Englisch, Spanisch, Französisch.
Post by Libero
"Volkswirtschaften, die Fiat-Geld verwenden, laufen zudem in
eine Überschuldungsfalle, weil die Erträge der mit Fiat-Geld
finanzierten Investitionen letztlich nicht ausreichen, die
aufgelaufenen Schulden zu bedienen. Sobald sich die Rezession-Depression
am Horizont zeigt mit all ihren unerfreulichen Folgen – wie
strauchelnde Staaten und Banken und steigender Arbeitslosigkeit –,
versuchen daher Regierende und Regierte, der unvermeidlichen
Rezession-Depression durch die Ausgabe von noch mehr Kredit und
Fiat-Geld, bereitgestellt zu noch tieferen Zinsen, zu entkommen."
(Die deutschen Volkswirte sind eine Katastrophe; und somit latente
Panikverursacher. Vielleicht ist das der wahre Grund, warum die
Briten und die Schweden beim Euro bis jetzt nicht mitgemacht haben!
Heureka! :-))

Ihr sollt einmal kapieren, daß die Obsession der Verschuldung bloß
eine deutsche Krankheit ist. Die anderen kapieren es, daß die
Verschuldung und Tilgung und Refinanzierung ein Kontinuum sind, das
so lange andauert, wie die kapitalistische Wirtschaft überhaupt.
Daher hat der Staat (und Miterfinder des kapitalistischen Wirt-
schaftens) USA kein Problem, zumindest keine Alpträume in der
Bevölkerung (immerhin über 300 Mio Amis), wegen jener apokalyptischen
über 20 Billionen (20 tausend Milliarden) USD Staatsschulden, zu
welchen sich nochmal so viel (vermutlich; oder mehr) an Privatschulden
"addieren". Großbritannien hat auch extreme Schulden, ja sogar
schlimmer schaut's da aus als bei den meisten anderen EU-Mitgliedern.
Ja sogar Japan, der "Musterschüler" in der Kap.Welt, ein Land mit
ähnlich extremer Angst vor Schulden u. Armut wie die Deutschen, zu-
mindest aus der Sparraten u. Genügsamkeit im Leben geht so hervor,
ja sogar Japan hat enorme Staatsschulden.

Warum nehmt Ihr mit der Zeit solche Hauptmerkmale der echten Wirtschaft
zur Kenntnis? Und warum hört ihr nicht auf, Schrott zu lesen und zu
hören? Denn sonst agiert Ihr nur als Multiplikatoren, als Weiter-
leiter der Horrorstories und so füttert ihr die Panik, die gelegentlich
entartet und sehr viele Menschen arm macht.

Viele der Probleme gibt es und kommen immer wieder, scheinbar
"paradoxerweise", wenn das reale Geld (die Geldmengen) *knapp*
gehalten wird: Und das ist die Hauptpolitik der EZB, nach dem Willen
und Modell der deutschen Bundesbank (aufgrund der deutschen Ideologie:
zwar des Neoliberalismus, aber der deutschen Abart: des Geizhalses
ohne Sinn und Verstand). Denn die EZB, im Gegensatz zur Fed, darf
nicht "die Geldpresse anwerfen", im Gegensatz zu Euren tumben
Sprüchen (von pseudorechts). Daher steigt die Geldmenge in der Währung
Euro äußerst moderat. Daher setzt man bei Bedarf sonstige "Tricks" um,
wie zB jene "QE" im Wert von 1,44 Billionen sowie jetzt (einige Monate
noch, dann ist es Sense) durch das Megaprogramm des Aufkaufs, durch
die EZB, von allerlei Staatsanleihen -- alles mit dem einzigen Zweck,
daß die Volkswirtschaften ("die Konjunktur") am Kacken gehalten werden,
damit es zu keiner Rezession, geschweige denn Deflation, kommt. Sonst
kann die Bank nur per Zinspolitik was tun; daher (synchron mit
der "Fed" und den anderen Zentral-/Nationalbanken der Gruppe "G20")
die lange andauernde Quasinullzinspolitik. Denn merke: Bankzinsen sind
gift für eine jede Volkswirtschaft! Die Geldpolitik wird stets zu-
gunsten der Volkswirtschaft und nicht zugunsten der ... Sparer gemacht!
ABC der Wirtschaft. Wenn ein Univ.-Prof. das nicht weiß bzw vergißt,
so [lieber Selbstzensur heute! :-)].

Rede Du nie von Fiat, Target und Geldmenge. Verlange statt dessen, daß
werauchimmer Dir mehr Geld als Honorar/Lohn gibt, damit Du, im Alter
eines alten senilen Kackers nicht in Elend darbst. Das ist für Dich
relevant.

Lutz
Fritz
2018-07-12 06:39:50 UTC
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Raw Message
Post by Lutz Beck
Bei uns in der EU wird nur geringfügig erhöht. Wie oft soll ich
das wiederholen? Wir befinden uns nicht in USA, im Beschlußbereich
der "Fed". Die Preise steigen auch nicht übermäßig - in DE -, aber
sie steigen, im argen Gegensatz zur Entwicklung der Einkünfte für
immer mehr Millionen Bürger, aus anderen als aus wirtsch. Gründen.
Ich war vor Kurzem bei der Raiffeisen Bank auf einen Vortrag (RZB
International Finanzspezialisten = RZB Österreich) über die
Finanzaussichten.

Da wurde u.a. besprochen:
Die EZB kauft bekanntlich Staatsanleihen zurück. Solange dieser Prozess
nicht abgeschlossen ist wird es auch keine Leitzinserhöhung geben.
Diese Rückkaufaktion läuft nun aus, danach wird es eine 'Abkühlphase'
geben (1/2 bis 1 Jahr), erst danach ist mit einer Leitzinserhöhung zu
rechnen.
--
Fritz ™
Das 'bunte' Treiben in manchen Gruppen (passendes FUP2 nicht
ausgeschlossen):
Alternative Fakten, Postfaktische Wahrheiten, Bunte Sprache,
Populistisches Geplärre, faken, trollen, pöbeln, usw.
Lutz Beck
2018-07-12 09:54:51 UTC
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Raw Message
Post by Fritz
Die EZB kauft bekanntlich Staatsanleihen zurück. Solange dieser Prozess
nicht abgeschlossen ist wird es auch keine Leitzinserhöhung geben.
Diese Rückkaufaktion läuft nun aus, danach wird es eine 'Abkühlphase'
geben (1/2 bis 1 Jahr), erst danach ist mit einer Leitzinserhöhung zu
rechnen.
Genau (wurde so auch in den Medien wiedergegeben). Aber: "Das Volk"
soll sich klar machen, daß, wenn die Zinsen zurück sind, dann wird's
wieder gefährlicher -- und zwar für die "Konjunktur". Das heißt: Die
Rezession ist je wahrscheinlicher, je höher der Leitzins (mit dem
Sparzins). Und die ... *Arbeitsplätze* werden nicht durch hohe
Zinsen entstehen; nein, das haben sie nie getan; sondern je höher
die Zinsen, desto mehr Arbeitsplätze verschwinden (Maschinen +
Osteuropa + Ost-/Südasien und "morgen": Afrika tun es auch).

Was ist schließlich wichtiger? "Garantierte" 4% bis 7% bei der Ka-
pitallebensversicherung (mit Laufzeiten von mind. 26 Jahren :-))?

Oder etwas mehr Wahrscheinlichkeit/Sicherheit, daß man bis zur
Verrentung einen Lohn kriegt und danach eine Rente, die Happa-
happa, das Wohnverhältnis und die Zuzahlung für Pillen finan-
zieren kann, ohne daß man bei der Gemeinde (beim Staat) Soziales
beantragt. (Seit einigen Jahren erfahren wir, daß Ihr Ösis dies-
bezüglich pragmatischer sein könnt als die Piefkes. :-))

Lutz

Fritz
2018-07-12 06:27:12 UTC
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Raw Message
Post by Libero
Post by Lutz Beck
Keine Bange, bei uns gibt's schon die Teuerungsrate ganz abgekoppelt
vom ökonomischen Zustand: In- oder Deflation. Es ist zur deutschen
Tradition geworden: in regelmäßigen Abständen alles teurer werden
zu lassen (Fahrscheine, Mieten, Grundnahrungsmittel etc). Warum? Weil
es "Tradition" geworden ist, daß "jeder" nach einem Jahr oder 2-3
Jahren höhere Einnahmen haben *muß*.
Blödsinn. Durch das Fiat-Geld-System wird die Geldmenge ständig
erhöht, was natürlich wiederum höhere Nachfrage und höhere Preise
produziert. Da ist nix*abgekoppelt vom ökonomischen Zustand*.
https://www.handelsblatt.com/meinung/gastbeitraege/gastbeitrag-fiat-geld-macht-immer-mehr-menschen-abhaengig/8553448-2.html?ticket=ST-338552-1YLc1c5047ynA1QAD4VM-ap6
"Volkswirtschaften, die Fiat-Geld verwenden, laufen zudem in
eine Überschuldungsfalle, weil die Erträge der mit Fiat-Geld
finanzierten Investitionen letztlich nicht ausreichen, die
aufgelaufenen Schulden zu bedienen. Sobald sich die Rezession-Depression
am Horizont zeigt mit all ihren unerfreulichen Folgen – wie
strauchelnde Staaten und Banken und steigender Arbeitslosigkeit –,
versuchen daher Regierende und Regierte, der unvermeidlichen
Rezession-Depression durch die Ausgabe von noch mehr Kredit und
Fiat-Geld, bereitgestellt zu noch tieferen Zinsen, zu entkommen."
Hört, hört .... wess Lied ich sing ....

<https://www.handelsblatt.com/meinung/gastbeitraege/gastbeitrag-von-krise-zu-krise/8553448-all.html>

Autor des *Gastbeitrages*
<https://www.handelsblatt.com/autoren/thorsten-polleit/7801144.html>
»Dr. Thorsten Polleit ist Chefvolkswirt der Degussa Goldhandel GmbH.«

Eh klar, dass die Degussa ein Gold gestütztes Währungssystem bevorzugen
würde .... warum den wohl?

......

Zum Thema Target 2:

Peter Brandner: „Mit Targetsalden ist es wie mit Billa-Tomaten“
<https://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/5462678/Peter-Brandner_Mit-Targetsalden-ist-es-wie-mit-BillaTomaten>
Zitat:
»Die Ungleichgewichte im Zahlungsverkehr zwischen Eurostaaten haben die
magische Grenze von einer Billion überschritten. Droht mit Italien ein
riesiges Haftungsrisiko? Ökonom Peter Brandner hält das für reine
Panikmache.« (den Rest musst du aus Urheberrechtlichen Gründen auf der
WEB Seite selbst lesen)

DiePresse ist eine sehr konservative Zeitung, eher ein Vertreter aus der
NeoLibs Ecke.
--
Fritz ™
Das 'bunte' Treiben in manchen Gruppen (passendes FUP2 nicht
ausgeschlossen):
Alternative Fakten, Postfaktische Wahrheiten, Bunte Sprache,
Populistisches Geplärre, faken, trollen, pöbeln, usw.
Lutz Beck
2018-07-12 09:46:34 UTC
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Raw Message
Post by Fritz
Autor des *Gastbeitrages*
<https://www.handelsblatt.com/autoren/thorsten-polleit/7801144.html>
»Dr. Thorsten Polleit ist Chefvolkswirt der Degussa Goldhandel GmbH.«
Eh klar, dass die Degussa ein Gold gestütztes Währungssystem bevorzugen
würde .... warum den wohl?
Würde er für "Papiere" statt für Edelmetallbarren plädieren, wäre das
freilich ein möglicher ... Kündigungsgrund! :-)

Aber es gibt schon zahlreiche Fälle von Prediger, die "Wasser"
predigen, aber selber "Weini trinken". Lieber soll die Allgemeinheit
nicht wissen, was für Bestandteile sein Portfolio (mit dem persön-
lichen/eigenen Vermögen drin) enthält; da ist die Wahrscheinlichkeit
sehr hoch, daß das Gold darin wenige %% ausmacht. :-) (Ähnlich wie
bei Politikern - die eher links stehen -, die zu viel pro-Schulen
mit problematischer sozialer-nationaler-religiöser Zammsetzung
quasseln aber im Privaten die eigenen Sprösslinge in Privatschulen
einschulen lassen - oft gegen hohe Gebühren; und, wenn die Kinder
schon Teenies sind, oft werden wiederum teure Studienafenthalte
an berühmten u. teuren Unis finanziert.)

Trotzalledem: Es ist schwer oder gar nicht zu begreifen, was sich
solche *ebenfalls dem Neoliberalismus und Antietatismus Angehörenden*
von der Panikmache, vom Feldzug gegen die Währung Euro und gegen
das sehr komplizierte System des "Ausgleichs" im Rahmen der Geld-
wirtschaft (weltweit!). Zumal ihr Wettern gegen die "Geldmaschine"
ihres eigenen Berufsstands (!!!) nolens-volens den drei klassischen
Kräften/Mächten rhetorische Munition liefert: der extremen Linken,
der extremen Rechten sowie allen extrem bornierten u. fanatisierten
religiösen Kongregationen (und somit deren Gemeinschaften von
Schafen, aber mit Piranha-Zähnen).
Post by Fritz
DiePresse ist eine sehr konservative Zeitung, eher ein Vertreter aus der
NeoLibs Ecke.
Das ist auch eigentlich ein Irrtum: Die Varianten eines echten aber
gesunden Konservatismus (als Stützsäule derselben guten "Res Publica")
sind nicht automatisch (1) "rechts" (gar im Sinne: faschistisch bzw
nazi) oder (2) "Tarnkappen" einer "Fascia"- oder NS-Bewegung!

Eine echte, gutmeindende Konserve (egal ob christlich oder "frei-
denkerisch"), ist ein ernsthafter Bürger, der Sensoren sowohl für
die Gesellschaft/Gemeinschaft und zivilisierte zwischenmenschl.
Beziehungen unter den *Bürgern*, als auch für das zivilisierte
Leben und die individuellen Rechte hat. Und nicht bloß fürs
Marschieren in Trachten, Böllerschüsse, Sonntagsreden und
"Mir-san-mir" und weniger Respekt für den Politgegner als für
die Waldtiere, die so ein Pseudokonservativer, als "geborener"
Jaaagaa, aus "Gspaß" u. "Zeitvertreib" heraus, schießt und
das Publikum noch unverschämt belügt: "Jo, mir san die besten
Ökologen, gell!" (Das ist wie bei einem Boxermeister, der zynisch
sagen täte: "Ich bin ein guter Anästhesist, also Schmerzdoktor!")

Lutz
Fritz
2018-07-12 06:20:22 UTC
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Raw Message
Post by Lutz Beck
Post by Strange Quark
Wenn das Wirtschaftswachstum dazu passt, dann ja. Bei uns wären 4%
oder mehr allerdings ziemlich fatal.
Nein, wäre nicht fatal, weil auch die Ökonomie im echten Wachstum
begriffen wäre.
Post by Strange Quark
Man darf ja nicht vergessen, dass in China auch die Löhne nach wie vor
stark steigen, da sind 4% Teuerung keine große Sache.
Keine Bange, bei uns gibt's schon die Teuerungsrate ganz abgekoppelt
vom ökonomischen Zustand: In- oder Deflation. Es ist zur deutschen
Tradition geworden: in regelmäßigen Abständen alles teurer werden
zu lassen (Fahrscheine, Mieten, Grundnahrungsmittel etc). Warum? Weil
es "Tradition" geworden ist, daß "jeder" nach einem Jahr oder 2-3
Jahren höhere Einnahmen haben *muß*. (Ausnahme: die Schwächsten; d.h.
die kleinen Lohnempfänger und die Rentner.) Auch dann geschieht das,
wenn die Deflation winkt und wenn die Ölpreise mal fallen usw.
Niemand (von den relevanten sozialen Schichten bzw. Wirtschaftsteil-
nehmerkreisen) will sich mit den ... normalen Einkünften zufrieden
geben, zumal in rezessiven Zeiträumen; nein: Es "muß" so kommen, daß
die Einkünfte *periodisch* aufgestockt werden ... "müssen". Auch
die Gewerkschaften: Wenn die Inflationsrate bis auf 1,5% oder gar
0,5% p. a. (lt. allen Ökon-Forschungsinstituten der Welt) absackt,
verlangen die sogar 6%-7%, um beim Kompromißschluß (der Kampfrunden),
wenigstens auf 3%-4% Stopp zu machen. Freilich haben dann die
"Traditionsanhänger" im Handwerk, in der Industrie, bei den Produ-
zenten und allerlei Dienstleistenden die willkommene Zusatzmöglich-
keit, neue Teuerungen einzuschieben und die Schuld dafür in die
Schue der "Qwerkschaften" zu schieben. Unendlichmal im Nachkriegs-
DE "vorexerziert" (bereits große Routine).
Nur die *Schwachen* (Gehalts-, Lohn-, Honorar-Empfänger aus unzäh-
ligen Tätigkeitsbereichen sowie die Bezieher von Altersrenten und
Renten aus Invalidität) müssen zeigen, daß sie trotz Teuerungen
aus welchem Grund auch immer, mit denselben, kaum oder gar nicht
angepassten, Einkünften zurechtkommen. (Sie sind schwach, weil
sie keine Lobby haben, kaum Machtgrüppchen, die auch für sie
was tun möchten. Wenn es auch noch keine Gewerkschaften gäbe,
dann "gute Nacht".)
Hat keine ausreichende Lobby, 'iss halt Kuchen, wenn du dir kein Brot
kaufen kannst'!
Post by Lutz Beck
Das ist der Grund, warum der deutsche Michel (extrem belogen von
den besagten Ökonomiegurus, die nur Panik schüren) meint, der Euro
wäre schwach. Freilich: Schon vor 10 Jahren kosteten x Waren u.
Dienstleistungen genauso viel oder mehr wie einige Jahren zuvor
in D-Mark. Aber nicht, weil es eine nennenswerte Inflation gegeben
hätte, sondern eben aufgrund dieses "Trick 17". Das kennt jeder, aber
keiner will's als Ursache für manche Zustände wahrhaben.
Schaut Euch die letzten 3-4 Teuerungswellen bei den Grundprodukten
in Discountläden an: jedesmal um 10 bis 40 Cents. Aus welchem Grunde
eigentlich? Keine Teuerung bei der Energie; keine Knappheit bei
der Lieferung (im Gegenteil: allerlei Obst und Gemüse wird auch dann
aus Südamerika, Südafrika, Neuseeland etc importiert, wenn es in
DE und zumindest Italien, Griechenland, Spanien, Türkei, Marokko u.a.
*Hochsaison* ist. Auch jetzt: Die Fachleute, zitiert von den Medien,
behaupten: "sehr große" Ernte bei den Süßkirschen. Was sieht man in
den (Discount-)Läden? Kirschen aus der Türkei und *manchmal* aus
Italien - und beide Sorten auch jetzt noch ziemlich teuer (freilich
die Hälfte vom Preis in den Jahren, wo die Ernte "schwach" gewesen
sein soll. Und wenn die Ernte bei uns schwach ist und ausfällt,
heißt das gar nicht, daß das ebenso der Fall in Portugal, Spanien,
Italien, Jugoslawien, Griechenland, Türkei, Israel, "Nafri" ist.)
Mogeleien, Lug, Betrug, Nepper und Bauernfänger. :-D
Der Euro kostet auch jetzt noch und "forever" 1,95583 DM! Aber
100 tausend EUR kaufen nimmer das, was (in erstaunlich vielen
Fällen) 100 tausend DM konnten. Eben wg. "Trick" wie oben: Teuerungs-
wellen, die von den Ökonomie-Instituten nicht normal gemessen werden
können, da diese Teuerungen nicht vom Zustand der Ökonomie, des
Geldwertes, des Warentauschs, der Inflation, der Deflation etc
sondern wegen "Extra"-Ursachen entstehen.
Freilich kann man das auch messen und publizieren, aber dafür braucht
man totale Ehrlichkeit und nicht die "zur Not gewordene Lüge".
Ansonsten arbeiten alle mit diesen "Tricks". Seht den unverschämten
Horror-Clown-Händler Trump: Der schreit, die anderen Nato-Mitglieder
sollen schleunigst 2% vom BIP einzahlen, sonst macht der einen
Nervenzusammenbruch. :-) Mit der "Begründung": Amerika zahle xmal
mehr und hat keinen Nutzen daraus, daß Amerika andere beschütze. In
Wahrheit, gibt Amerika so viel oder gar mehr unabhängig davon aus.
Das ultrahypersuperdimensionierte Verteidigungsministerium hat was
nur mit dem eigenen Interesse jenes Landes zu tun - egal, ob es
ein Nato existiert oder nicht. Das weiß doch *jeder*, und wenn nicht
jeder, dann zumindest jeder US-Ami, der zumindest die Volksschule
erfolgreich beendet hat, aber auch jede Menge "Drop-outs". :-)
Aber dieser Versuch wird erfolgreich sein, und die EU-Länder, die
zugleich Nato-Mitglieder sind, werden quasi bestimmt mehr ausgeben,
d. h. zusätzliches Geld - ohne große Anstrengung (eher bloß auf-
grund der hysterischen Rhetorik des Trump, der diesbezüglich ähnlich
agiert wie die Maggie Thatcher Ende der 70er und in den 80er Jahren).
Bloß ein Beispiel.
Maggie Thatcher und Reagan konnten nur groß werden, da es den
Sozi/Kommunistischen Ostblock nicht mehr gab und die Gefahr weggefallen
war, dass die Arbeiterschaft im Westen auch einen Aufstand beginnen
würden. Doch kaum ein Arbeiter im Westen dachte daran kommunistische
Ostblock Verhältnisse haben zu wollen!
Post by Lutz Beck
Post by Strange Quark
Die hatten Lohnsteigerungen von 10% pro Jahr und mehr zu Zeiten des
großen Aufschwungs.
Die waren doch damals notwendig - bei Wachstumsraten von 11%-12% p. a.
Bei uns wären die neoliberalen Mainstream Ökon-Theoretiker u. die
ähnlich gestrickten "Wirtschaftskapitäne" imstande, wenn man sie ließe
(oder aber wenn DE eine Hitler- oder Stalin-Diktatur wäre), die Löhne
allenfalls um 1%-2% zu erhöhen - alle 10 Jahre auch bei solchen Wachs-
tumsraten wie in China. Freilich mit einer Ausnahme: Die Gehälter des
Managements, der Abgeordneten und der Exekutive hätte (und hat immer)
andere Prozentsätze bei den Anpassungen (immer nach oben). (Im Rahmen
der Tradition: Wenn bei den "Sklaven" Erhöhung um 2%-3%, dann beim
"Adel", in quasi allen "Führungsetagen", Erhöhungen sogar in Höhe von
20%-30% oder in manchen Betrieben oder Institutionen noch unverschäm-
ter. Auch diese Umstände/Besonderheiten haben dann weitverzweigte
Folgen in der Volkswirtschaft, im "sozialen Frieden" und in der "Al-
tersvorsorge" sowie in der "Sozialversicherung". Die Neolibs stellen
sich vermutl. nicht die Frage, wie eine Gesellschaft einer
"Industrienation" in der "1. Welt" weiterhin, unter den besten
Kriterien/Bedingungen, die nächsten Generationen passend-zivilisier
u. 1.-Welt-gerecht aufziehen soll, damit auch in den Jahren 2080-2120 DE
beim High-Tech vorn, in "Top Five" oder "Top Ten", eine wesentliche
Rolle spiele, wenn so viele Millionen aus dem "Mittelstand" und aus
dem normalen Wirtschaftskreislauf hinausgeschleudert werden! Und
Obacht dabei - ich wiederhole -: Die Europäische Zentralbank ist so
gemacht (hat solche "Statuten"), auf Wunsch der Neolibdeutschen, daß
sie, wie Ihr "Vorbild", die Deutsche Bundesbank, sich nur mit der
"Geldstabilität" und der Bekämpfung der Inflation befaßt. Im Kontrast
dazu steht die mächtigste unter den Zentralbanken und daher "Leithammel"
für alle Zentralbanken, die in der Weltwirtschaft zählen: die Federal
Reserve Bank ("The Fed"); diese paßt auch auf die Lage der Beschäftigung
bzw. Arbeitslosigkeit, auf die ökonomischen Befindlichkeiten der
Volkswirtschaft usw auf.)
Wobei die FED eigentlich gar nicht dem Staat gehört .....
Post by Lutz Beck
Post by Strange Quark
Wobei das natürlich alles relativ ist. Der Mindestlohn liegt aktuell
irgendwo in der Gegend von 350€ für einen chinesischen Arbeiter, korrigiert auf die
Kaufkraft der chinesischen Währung sind das ca. 400-500€.
Tja, das wäre auch eine Möglichkeit (die deutsche neoliberale Möglich-
keit): so lange zu warten, bis der Durchschnittslohne des Chinesen
zirka 4000-7000 EUR/Monat beträgt. Aber das kann dann bedeuten, daß
erst die Kinder oder Enkelkinder der Enkelkinder der jetzigen Generation
die Früchte dieses "Einpendelns" ernten würden. Aber viel
wahrscheinlicher wäre es, daß Staaten, die darauf spekulieren, besonders
wenn diese sich nun in der "1. Welt" befinden, in den nächsten 2 Genera-
tionen in die 3. Welt abrutschen. In Deutschland will vermutlich ein
Teil der "Neoliberalität" und des "Wirtschaftsverstands" genau diese
Lösung, ohne zu bedenken, daß Deutschland "das Relegationsspiel
garantiert verliert" (und sich prompt in der "Regionalliga" wieder-
findet). Diesbezüglich scheinen die "kleineren Deutschlands" mehr
antizipatorischen Verstand zu haben: AT und die alemannischen CH-
Kantone ...
Post by Strange Quark
Also immer noch erbärmlich, im Vergleich zu uns, wo die Reallöhne in den
letzten 20 Jahren aber teilweise gesunken sind.
Aufgrund der *deutschen* (nicht amerikanischen) Neolibideologie (woran
auch die meisten Sozialdemokraten glauben; und zum großen Teil inzwi-
schen auch die Grünen) - nämlich, daß die Produktion u. die Dienst-
leistung vor allem (eigentlich fast *nur) im Ausland kompetitiv, also
gar gegenüber dem Fernost wettbewerbsfähig, bleibt, indem die Preise
ziemlich niedrig gehalten werden. (Das ist eigentlich ein unlauterer
Wettbewerb per Raubbau an der eigenen Belegschaft, an ihrer Gesundheit
und über längere Zeiten an der Nation, welche dann, u. U., aus
Verzweiflung wieder für "Hitler" oder "Stalin" oder zumindest für
"Franco/Putin/Erdo" als "Ersatzlösungen" optiert. Etwas geht in den
Kopf eines jeden von "denen da unten" partout nicht hinein: Daß
einer brutal schuftet, auch unbezahlte Überstunden macht, sein
Leben durch die Schufterei und Nebeneffekten eh verkürzt (und somit
die Sozialkassen "entlastet"), aber dafür kriegt er nicht mal so
wenig/viel Entlohnung, daß er mit seiner Familie einigermaßen
dezent leben darf = ähnlich wie sein Vater und sein Opa! Wogegen
andere, für ein paar Minuten Blabla, was sowieso keiner versteht,
schon eine Einstiegs"marge" von 10000-15000 im Monat verdienen
(ohne den Gegenwert dieser Beträge wirklich *verdient* zu haben! Und
da wundert man sich, daß immer mehr dann rechts- oder linksaußen
wählt?)
Man könnte kapitalistisch und marktwirtschaftsaffin bleiben, aber
ein bißchen anders handeln (ähnlich wie "früher", wo es noch solche
"Trade-Marks" und "Hemdsärmel" wie Grundig, AEG-Telefunken u. x
andere gab; die konnten auch schöne Bilanzen präsentieren ohne
Präsentiersoftware und ohne Apps :-)).
Elin, Philips, ITT-SchaubLorenz, Rollei, Voigtländer um ein paar alte
Marken - von hundert anderen bekannten aus de. at. - zu nennen.

Zum Thema Target 2:

Peter Brandner: „Mit Targetsalden ist es wie mit Billa-Tomaten“
<https://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/5462678/Peter-Brandner_Mit-Targetsalden-ist-es-wie-mit-BillaTomaten>
Zitat:
»Die Ungleichgewichte im Zahlungsverkehr zwischen Eurostaaten haben die
magische Grenze von einer Billion überschritten. Droht mit Italien ein
riesiges Haftungsrisiko? Ökonom Peter Brandner hält das für reine
Panikmache.«

DiePresse ist eine sehr konservative Zeitung, eher ein Vertreter aus der
NeoLibs Ecke.
--
Fritz ™
Das 'bunte' Treiben in manchen Gruppen (passendes FUP2 nicht
ausgeschlossen):
Alternative Fakten, Postfaktische Wahrheiten, Bunte Sprache,
Populistisches Geplärre, faken, trollen, pöbeln, usw.
Lutz Beck
2018-07-12 09:27:36 UTC
Antworten
Permalink
Raw Message
Post by Fritz
Maggie Thatcher und Reagan konnten nur groß werden, da es den
Sozi/Kommunistischen Ostblock nicht mehr gab und die Gefahr weggefallen
war,
Doch den gab's noch zu ihrer Zeit (1976-1989/91). Sie waren nicht länger
an der Macht, als es zur "Wende" kam. (Also als die Bolshie-ZK beschlos-
sen, den "Kapitalismus" aufzubauen, in der "Oligarchen"-Variante des
"Heuschreckismus" im Schulterschluß mit ausgesuchten "Heuschrecken" von
draßen. :-))
Post by Fritz
dass die Arbeiterschaft im Westen auch einen Aufstand beginnen
würden. Doch kaum ein Arbeiter im Westen dachte daran kommunistische
Ostblock Verhältnisse haben zu wollen!
BTW: Die Lady Peg hat in der 2ten Hälfe der 70er Jahre bewiesen, daß
sie eine "Iron Lady" war: mit ihrer Politik, wodurch er die damals
noch einigermaßen starken britischen Gewerkschaften in die Knie zwang.
Die zeigte dabei Nerven wie Drahtseile; auch im "Krieg" gegen Argen-
tina (und General Galtieri); und freilich in den Querelen mit den
"Schlappschwänzen" (darunter Alphatiere wie Mitterrand u Birne), wo
sie Extra-"Boni" herauspresste. (Drumpie macht's jetzt ähnlich, aber
im schlechten rhetorischen Stil -- wie sogar etliche Reps-Honoratioren
*gestern*, in Interviews, ohne Hemmungen geäußert haben.)
Post by Fritz
Wobei die FED eigentlich gar nicht dem Staat gehört .....
Teils-teils. Die Konföderation der regionalen Feds ist nicht total
privat. Außerdem erstatten die Regionalen und die Bundesbank quasi
konstant (mindestens wöchentlich) gegenüber den Ausschüssen der
Parlamente (des Staats) Bericht. Die sind also trotzdem ziemlich
transparent, mauscheln nicht so arg, wie die Verschwörungstheoretiker
von Extremrechts und Extremlinks seit eh und je kolportieren. (Im
übrigen: Ich wünsche mir in DE und in der EU ein Mindestmaß an
Transparenz des Staates dem Bürger gegenüber in etwa wie bei "FOIA"
in USA. Aber siehe die Tendenzen: zB bei TTIP: Da durften die
*Abgeordneten der Nation* keine Fotokopien vom Entwurfbuch machen,
nix abknipsen (zB per SmartPhone) und sich im Lesesaal (im Gebäude
des Wirtschaftsministeriums, wo Chef Siggi Gabriel, eine SPD-Führungs-
kraft, war. An seiner Stelle, wäre ich WirtschMin, hätte ich die
TTIP-Vertreter bei solchen Bedingungen eigenhändig aus dem Gebäude
*hinausgeprügelt*! Samma eine "Res Publica" oder ein "Mauschelistan"?).
Und jetzt, am Schluß des Zschäpe-Prozesses: Es gibt jede Menge
Facetten u. Aspekte, die der richtigen Ermittlung - zur Transparenz
gegenüber dem ... Volke - bedarf. Auch wenn es sich herausstellen
sollte, daß hohe Tiere im Staatsapparat selber, auf Geheiß "von oben"
oder aus eigener, persönlicher/regionaler *Weltanschauung* Straftaten
begingen. BTW: Auffällig, daß gerade der SED-Stasi-Land so eine
Naziaffinität hat und das in einem seltsamen Synchronismus mit den
anderen Staaten des ehemaligen "sozialistischen und antifaschistischen
Lager", samt Rußland: Erstaunlich viele %% des ehemaligen
Bolshie-"Adels" tun jetzt offen oder halboffen auf Nationalismus und
Nationalsozialismus. Rußland hat seit den 90er Jahren *mehrere*
nationalsozialistische Parteien/Bewegungen (darunter auch eine
Nazi-Bolshie-Bewegung, wobei die Bewegungsflagge eine "Fusion" ist:
Überlappung der Bolshie-Flagge und der NSDAP-Flagge; darunter auch
eine Bewegung/Partei der NS-Fusion mit der orthodoxen Kirche, etwas,
was kirchendogmatisch ein Oxymoron wäre: Denn die Kirche Jesu kann
nicht nationalistisch sein, sondern doktrinär, seit ihrer Geburt
(und es steht im Evanghelium drin), muß die Kirche total international
sein und auch mit dem Rassismus inkompatibel).
Post by Fritz
Peter Brandner: „Mit Targetsalden ist es wie mit Billa-Tomaten“
<https://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/5462678/Peter-Brandner_Mit-Targetsalden-ist-es-wie-mit-BillaTomaten>
Bis ich mich in die Materie einlesen werde (falls überhaupt :-)):
Schwer oder gar nicht zu verstehen, daß bei jeder konkreten Einzahlung
unter den Nationalbanken + EZB so ein Dickicht an Buchungen und Um-
buchungen und stete Abänderung der Verhältnisse "Forderungen vs Ver-
bindlichkeiten" entstehen bzw. am Kacken halten werden -- obwohl, wie
in den einfachen theoretischen Beispielen (aus dem wahren Leben in-
schbiriert), klar ist, daß ein Produzent/Besteller X aus dem Lande
A (also aus einem anderen Staat des "Eurolandes") konkretes Euro-Geld
aufs Konto des Zulieferers/Abnehmers Y aus dem Lande B überweist.
Also keine theoretischen Rechnungseinheiten bzw. bitcoinartige Tricks.
Und trotzdem entstehen in der anderen "Dimension", im täglichen "Wie-
du-mir-so-ich-dir" der involvierten Zentralbanken, Buchführungen, die
erstaunlicherweise zu anderen Ergebnissen führen. Am krassesten ist es,
wenn manche der "südlichen" Zentralbanken so horrende Verbindlichkeiten
haben, obwohl die "Untertanen" ziemlich brav sind, mit echtem Geld
zahlen und seit vielen Jahren oder zumindest seit 2008 extrem sparsam
(und somit ... antikapitalistisch, antikonsum, pro_deflatorisch!!)
handeln. Wie zum Kuckuck hat Spanien so viel über 400 Mrd Verbindlich-
keiten, wenn jenes Land (bzw der Staat mit der Nationalbank) sich vor
2008 *besser/braver* verhalten hat als die hochnäsigsten EU-Staaten
(GB, DE, FR)?? Ich verstehe schon: "die Immo-Blase", die in ES ähnlich
wie in USA und GB platzte; aber dennoch, irgendwie ... (Auch in Grie-
chenland: Was dort passierte, kann man aus der gewöhnlichen Presse
nicht entnehmen - auch aus der "high brow"-Nischenpresse nicht (etwa
vom Level NZZ, FAZ, Aktionär, Börsen-Zeitung, Barrons, Wall St. Jour-
nal, FT); denn die Krise ist von Hin-und-her-Geschiebe von "Wert-
papiere" und Staatsanleihen, wobei allerlei Technicken/"Tricks" an-
gewandt wurden (zwecks Mega-Gewinne), wobei die Spezialisten des
griech. Staats über den Tisch gezogen wurden. Das arglose griechische
Volk - eh keine sehr reiche Industrienation - muß das jetzt bezahlen,
ausbaden. Und die Zeichen sind kristallklar: Das kann auch starken,
potenten, Nationen blühen - etwa wie den Briten, Franzosen, Deutschen,
Italienern. Jederzeit. *Das* ist das echte Ergebnis der Finanzlibera-
lisierungen, die seit dem (jetzt klein erscheinenden) Börsenkrach von
Okt. 1987 eingeführt wurden - Liberalisierungen die nach und nach,
Punkt für Punkt, also mit den Auflagen, Verboten und
*Sicherungs"ventilen"*, die vor allem der US-Staat im Zeitraum 1929-1933
(und nachher) einbaute, Schluß gemacht wurde. In der Hoffnung (Lüge),
daß so die Nationen florieren würden, da die Wirtschaft einige "Ketten"
ablegt. Was geschieht ist, daß man sich wieder ernsthaft vor Situationen
wie 1929-1933 (Weltwirtschaftskrise) fürchten muß; zumal jetzt die
ganze Welt finanzökonomisch so "verflochten" ist, im Gegensatz zu 1929
schon viel näher zum imaginären "Global Village" gerückt ist.

Dabei die täglichen Slogans gegen den Staat, gegen Ordnung, gegen ein
Mindestmaß an Schutzvorrichtungen/Vorsorge.
Post by Fritz
hält das für reine Panikmache.«
Ich verstehe immer noch nicht, was für einen Nutzen eben die Übermäch-
tigen dieser Zeit, die die Welt De Facto besitzen und beherrschen, aus
Kampagnen von Panikmache herauswringen können. Warum schafften sie die
EU und die EUR-Währung, wenn offenbar so viele einflußreiche Leute, die
klar von Neolib-Kräften am Kacken gehalten werden, diese Panik schüren.
Denn das tun nicht nur die Deutschen aufgrund eines eigenartigen
Verständnisses vom Kapitalismus: Seit nicht sehr vielen Jahren zeigen
auch die Angelsachsen (die "Erfinder" des modernen Kapitalismus) immer
mehr und immer erstaunlicher Anzeichen von "being nuts" in Sachen
"Kapitalismus". Einer der bekanntesten ist der Trump selber: Ein
Neoliberaler skruppeloser Geschäftemacher, Sohn eines genauso ge-
störten Skrupellosen, zeigt offen, daß er nicht mal so viel von der
Volkswirtschaft und Welthandel versteht wie ein gewendeter Bolshie-
Bonze aus Osteuropa und Fernost! Seine geschrienen Sätze zum Zoll
sowie zu den Nato-Beiträgen im %-Verhältnis zum nationalen BIP
sprechen Bände. Dabei ist er in Manhattan aufgewachen und ebenda
wohnt er in seinem Wolkenkratzerturm - nur einige Minuten Spazier-
gang - als Entfernung - bis zur berühmten Wall Street, wo man täglich
"mißt": "was geht, was geht nicht?" Der quasselt eher wie ein
bolschewistischen Kolchosenpräsident aus den 50er Jahre. Und ähnlich
kreischen diejenigen, die seit einigen Jahren die US-Quassellandschaft
zu beherrschen scheinen; aber "so much so", daß sich ein George
Bush der Jüngere sich deswegen *schämt* und sich mehrmals zu
Worte meldete und dabei erstaunlicherweise vernünftige Worte äußerte,
Worte "full of common sense" und "compassionateness" (seine Frau
Laura ebenfalls). Hätte man während seiner Mandate nicht für möglich
gehalten.

Hoffentlich schafft sich "die Macht" nicht ab; hoffentlich wird sie
schon die "selbstreinigende Kraft" rechtzeitig anschalten.

Lutz
Fritz
2018-07-11 07:11:10 UTC
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Raw Message
Post by Lutz Beck
da prognostizierte er eine Art Megainflation von bis zu 4% für
Deutschland bzw.
Nebenbei: 4% pro Jahr ist eine ... tolle Inflationsrate!
Indikator für eine echt boomende, wachsende Wirtschaft.
(China hat höhere Raten, die zw. 6%/7% und 11%/12% schwanken;
bei niedrigeren Raten, wie zur Zeit, haben die meisten Analysten
u. Kapitalisten Angst, daß Chinas Volkswirtschaft nicht mehr
so toll wächst! Bei uns fallen die meisten der Analysten und
Blablameister (inkl. die Rechtskonservativen) schon in Ohnmacht
vor Angst, sobald unsere Ökonomie eine Inflationsrate von 1,5%-
knapp 2,0% pro Jahr vorübergehend aufweist. Bereits bei 0,4%
reden die (das bemerken wir alle in den letzten 10 Jahren oder
so), ja sie schwärmen, "Wirtschaftsboom", "Vollbeschäftigung".
In Wirklichkeit sind temporäre Wachstumsraten von 0,4%-1,x%
eher ... Stagnation. Unsere unglaublich gigantischen Über-
schüsse im Ausland sind freilich nur deshalb so überdimensioniert
geraten, weil im vielfältigen Ausland allerlei Nationen, ob
reich oder ärmer, ob mit viel Arbeitslosigkeit oder mit viel
Vollbeschäftigung, bei uns noch immer kräftig bestellen; und
sie bestellen auch im Rahmen von mal ausgeklügelten mal schlechten
Kreditaufnahmen u. Bürgschaften. Würden alle Nationen so wirtschaften,
wie Prof. Sinn und die Erzkonserven bei uns stets propagieren,
so hätte Schland auch keine Handelsüberschüsse (und auch kein
Trump würde sich nicht länger deswegen ... künstlich aufregen;
da müßte er aus der Trickkiste andere Dinger raussuchen, um
damit von Europa Plusgelder rauszupressen).
Trump ist ein verantwortungsloser Spinner und Zündler, leider ist es ihm
gelungen an die Spitze eines der mächtigsten Staates der Welt zu kommen.
Post by Lutz Beck
hielt eine solche Entwicklung für unabwendbar.
Wenn man bedenkt, daß einer wie der, ein Professioneller in Ökonomie-
sachen, doch sehr genau weiß, im Gegensatz zum Volke, daß kleinere
Inflationsraten doch darauf hinweisen, daß die Volkswirtschaft nicht
stagniert, sondern ein bißchen wächst, also daß da produziert wird,
daß viele oder die meisten vorübergehend Arbeit haben. (Was wieder
verschwindet, wenn im Ausland unsere Produkte nimmer bestellt werden,
weil die auch herstellen können - bei ähnlicher Güte oder wesentlich
preiswerter! Wenn man sich in der "Binnenwirtschaft" keine "Vorsorge"
für solche Zeiträume bastelt, dann wird es zappenduster werden. Und
was bemerke ich seit zirka 20 Jahren? Allzu viele Besserwisser und
Klugscheißer, die von Geld und Wirtschaft keine Ahnung haben, aber
von sich meinen, sie hätten Geld und Wirtschaft erfunden, "Nur die
Linken, nur die Sozen kommen mit diesem kommunistischen Propaganda-
spruch, die Schwachsinnigen!" Viele werden dann, wenn es soweit sein
wird, bittere Trönen vergießen und viele Konserven und Libs werden
Knochenbrüche in der Kralle der eigenen *Fans* erleiden.)
Ich möcht nur anmerken, eine echte Liberale Gesinnung (mit
Verantwortung) hat nichts mit dem zu tun, was die angeblich Liberalen
hierconfs uns 'vorbeten' - bei denen hört man des öfteren 'schmutzig
braune' Töne heraus! Und Libertär sind die überhaupt nicht! Libertär und
Anarchismus sind wesensverwandt. In den Augen der Möchtegern Libertären
ist Anarchie aber weit Links angesiedelt, eine Spielart des
Sozialismus/Kommunismus. Der Kreis der Ideologien ist geschlossen.
Post by Lutz Beck
Da sind Klimatologen mit ihren Prognosen treffsicherer und die haben
es doch um einiges schwieriger.
Ob es vom Menschen verursachte Klimaänderung gibt oder nicht, aber eines
steht fest: Es wird allmählich wärmer; global; und das macht sich
seit 80 Jahren krass in den Gletschern bemerkbar - überall auf der
Welt, wo es viele Gletscher gibt (Alpenraum, Kaukasus, Karakorum,
Himalaya, Anden, Rockies, Kilimndscharo); die Inuits in Kanada
u. auf Grönland beklagen, daß ihre Umwelt sich darum sehr verändert.
Es gibt auf Grönland Inuits, die gelernt haben, bei sich daheim,
Gemüsegärten zu pflegen - wo's u. a. auch Zucchini gibt. Und-und. Auf
jeden Fall sollten die Deutschsprachigen mal zuhören, was die
deutschsprachigen Gletscherologen in den Alpenländern, CH-AT-DE,
diesbezüglich mitzuteilen haben; und wie die Häufigkeit der Bergrutsche
im Alpenraum immer häufiger und volkswirtschaftlich (inkl.
versicherungs- und rückversicherungmonetär) immer relevanter sein
werden. (Wie mehrmals erwähnt: Einer der größten Rückversicherungs-
konzerne, die die letzte Kosteninstanz in Sachen Folgen der Klima-
veränderung, sitzt mitten in München: die Münchener Rück alias
Munich Re - zugleich Hauptaktienpaket von Berühmtheiten wie Deutsche
Bank, Allianz, Commerzbank, Thyssenkrupp, Daimler und die meisten
"Blue Chips" der deutschen u. europäischen Wirtschaft. Wenn man
sehr mißtrauisch ist, warum fragt man nicht wenigstens solche Leute,
bzw. die Vorstände der nämlichen Konzerne od. Institutionen? Vor
allem, wenn man eher davon überzeugt ist, daß das Problem eher
ein "Klima-Hoax", "Klima-Schwindel", aufgrund einer links-grünen
Propaganda, sei. Die Gletscherspezialisten sowie die Munich-Re-
Chefs können alle Deutsch, da brauchen die Interessenten keine
Dolmetscherdienste, falls sie Fragen stellen - im Gegensatz zum
Fall, wo die Fragen an die Generalität der ... CIA gestellt würden. :-))
Auch die Wiener Uni (detto in Österreichs Bundesländer) befasst sich mit
dem Klimawandel, egal ob es die Meteorologie als auch Flora und Fauna
(untrügbare Anzeiger von Veränderungen) betrifft.

Eine der Messtationen residiert auf der Spitze des Sonnblicks und musste
mit sehr viel Geld aufwändig vor dem drohenden Absturz gesichert werden,
da der Permafrostboden auftaute - gefrorenes Wasser ist der Zement
zwischen den Felsbrocken.
--
Fritz ™
Das 'bunte' Treiben in manchen Gruppen (passendes FUP2 nicht
ausgeschlossen):
Alternative Fakten, Postfaktische Wahrheiten, Bunte Sprache,
Populistisches Geplärre, faken, trollen, pöbeln, usw.
Lutz Beck
2018-07-11 09:26:42 UTC
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Raw Message
Post by Fritz
Ich möcht nur anmerken, eine echte Liberale Gesinnung (mit
Verantwortung) hat nichts mit dem zu tun, was die angeblich Liberalen
hierconfs uns 'vorbeten'
Absolut. Die klassischen Liberalen sind zugleich extrem pro-Bürger und
pro "res publica". Die sind eigentlich dijenigen, die alles: den
modernen Staat *erfunden* und *entwickelt* haben.
Post by Fritz
- bei denen hört man des öfteren 'schmutzig braune' Töne heraus!
Ach, lass die: Das sind nur regionale und naive (durchschaubare) Tar-
nungsversuche. Die Fachleute, die für die "Aufsicht" Gehalt kriegen,
wissen alle Bescheid.
Post by Fritz
Und Libertär sind die überhaupt nicht! Libertär und
Anarchismus sind wesensverwandt. In den Augen der Möchtegern Libertären
ist Anarchie aber weit Links angesiedelt, eine Spielart des
Sozialismus/Kommunismus. Der Kreis der Ideologien ist geschlossen.
Absolut. Daher müßte man immer präzisieren: "US-Libertär/e/r". Denn
ohne "Vorsilbe" "US" waren/sind die klassischen Libertäre (Libertarians)
echte "Sozen". Aber im Gegensatz zu den Sozialdemokraten; zu den So-
zialisten; und zu den Kommunisten, waren/sind die Libertären sehr
allergisch gegenüber der Hierarchie und den Chefgremien ("Zentral-
komitees", "Exekutivkomitees" und "Politbüros); daher sehr vorsichtig,
damit solche Macht"verkrustungen" sich nicht rasch entwickeln und
damit die Opportunisten/Wendehälse/Maskenträger nicht leicht Unter-
schlupf finden, um dann die Stellschrauben u. Knöpfe wie kleine
Tyrannen zu manipulieren.

Ein echter Libertärer würde sich eher die Zunge abbeißen, als dem
Armen/Schwachen zynisch und grinsen ins Gesicht zu sagen: "Biete
was mehr/Besseres, dann kriegste was!"
Post by Fritz
Auch die Wiener Uni (detto in Österreichs Bundesländer) befasst sich mit
dem Klimawandel, egal ob es die Meteorologie als auch Flora und Fauna
(untrügbare Anzeiger von Veränderungen) betrifft.
Normal: Ihr habt in AT sehr viel Anteil am Alpenkomplex, samt Gletscher!
Sehr viele Berge/Gipfel (mit dazu gehörigen Flächen; teils mit ewigem
Schnee / Gletschern bedeckt), die 1900-2500 m Höhen übersteigen; ja
mehrere Gipfel, die höher als 3000, bis fast 3500 m. (Manche kann man
von höheren Stellen in München und aus ähnlicher Distanz bis zur
Grenze (Salzach) ... sehen, zB Großglockner, Großvenediger u. a. Oft
muß man Touristen u. anderen erläutern: "Nein, jene weißen Gipfel
da befinden sich nimmer in Bayern, sondern in Tirol.")
Post by Fritz
Eine der Messtationen residiert auf der Spitze des Sonnblicks und musste
mit sehr viel Geld aufwändig vor dem drohenden Absturz gesichert werden,
da der Permafrostboden auftaute - gefrorenes Wasser ist der Zement
zwischen den Felsbrocken.
Viele der Erdrutsche in IT, CH, AT hatten was mit der Auflösung der
Permafrostverbindungen/-strukturen in den geologischen Schichten zu
tun gehabt.

Lutz
Libero
2018-07-11 11:39:19 UTC
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Raw Message
Post by Lutz Beck
Post by Fritz
Ich möcht nur anmerken, eine echte Liberale Gesinnung (mit
Verantwortung) hat nichts mit dem zu tun, was die angeblich Liberalen
hierconfs uns 'vorbeten'
Absolut. Die klassischen Liberalen sind zugleich extrem pro-Bürger und
pro "res publica". Die sind eigentlich dijenigen, die alles: den
modernen Staat *erfunden* und *entwickelt* haben.
Leute wie Du und Tante haben anscheinend die alleinseligmachende
Wahrheit gepachtet. So wie Tante Erika zu wissen glaubt, was
denn der *echte* Sozialismus sei, so bildest Du dir ebenso ein zu wissen,
was denn *echte* Liberale seien....
Lutz Beck
2018-07-11 13:44:48 UTC
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Raw Message
Post by Libero
Post by Lutz Beck
Absolut. Die klassischen Liberalen sind zugleich extrem pro-Bürger und
pro "res publica". Die sind eigentlich dijenigen, die alles: den
modernen Staat *erfunden* und *entwickelt* haben.
Leute wie Du und Tante haben anscheinend die alleinseligmachende
Wahrheit gepachtet.
(Du hälst hoffentlich die klassischen Liberalen doch nicht für
Gegner des Bürgers, für Feinde der Res Publica und des Staates.
Oder??)

Keineswegs gepachtet: Das, was ich behaupte mit Bezug auf die L., steht
in unzähligen extrem gescheiten und allgemein anerkannten Schriften in
quasi allen in Europa gesprochenen Sprachen. (Manche älteren - oder
neueren vom Vatikan abgefassen - stehen vielleicht sogar auf Lateinisch
in den Bibliotheken.) Kann jeder für sich überprüfen.

Das, was Du vertrittst ist weder liberal, noch faschistisch-nazistisch,
sondern einfach nur saublöd und menschenverachtend und sowieso
weltfremd.

Die Faschos und die Nazis sind auch menschenverachtend, aber wenn es um
die eigenen Leute, um den eigenen Stamm und um die eigenen "Krieger" und
die künftige Generation geht, dann wird aus dem "Ausbeuter", der nicht
so zahlt, wie die Fascho- oder Nazi-Partei es ERLAUBT, einfach ein
"Paria" ("Vogelfreier") gemacht; und sein ganzes Vermögen und Filialen
werden vom Staatsvermögen übernommen. (Und per Sippenhaft Gefährdeten
aus der Verwandtschaft danken Gott, wenn der Staat nicht erschießen oder
ins KZ für 25 Jahre stecken läßt! Dann hättest Du Rechtfertigung, von
"Diktat" zu reden. :-))
Post by Libero
So wie Tante Erika zu wissen glaubt, was
denn der *echte* Sozialismus sei, so bildest Du dir ebenso ein zu wissen,
was denn *echte* Liberale seien....
Ich weiß nicht, was Tante Erika glaubt, aber ich weiß, was ein
klassischer Liberaler ist, nicht nur, weil ich das *lernen* mußte,
sondern auch, weil ich in den letzten 40 Jahr oder so auch manche
Liberale von unterschiedlichen Nationalitäten, die eingeschrieben
ware oder sind in echten liberalen Parteien, denen die ältere FDP
ähnlich war, nicht aber die FDP von Westerwelle, Niebler und Lindner,
wo sogar Genscher nix mehr zu melden hatte, geschweige denn solche
echten Liberalen wie Burghard Hirsch, Fr. Hamm-Brücher, Gerd Baum
oder aber zur SPD rüberge"wechselten": zB Mathäus-Meier und der frühere
Generalsekretär (stell Dir vor: der *Generalsekretär* einer Partei)
Günter Verheugen. Aber Du hast eigentlich auch mit einer radikalsten
Pro-Neolib-FDP nix am Hut, denn Du hast für "Volk, Gesellschaft,
Staat, Res_Publica, Vaterland", also für die Zwischenmenschlichen-
beziehungen im Rahmen "Gemeinschaft derer mit gemeinsamem Chromosomen-
pool, gemeinsamer Geschichte, gemeinsamer Sprache" nicht die nötige
"Entwicklung".

Mir persönlich ist es egal, ob Du ein Liberaler (welcher Couleur auch
immer - zB wie die US-Labertäre oder wie der russische Liberale
Schirinowski oder wie die Ösi-Liberalen um Strache). Ich sage
nur meine Meinung zu manchen Äußerungen, die auf "diese" oder "jene"
Aspekte von irgendwas hinweisen. Ob eine Mehrzahl oder nur manche
"Ausnahmen" meinen Anmerkungen zustimmen, tja: "a free market"! :-)

Lutz
Fritz
2018-07-11 17:11:01 UTC
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Post by Libero
Post by Lutz Beck
Post by Fritz
Ich möcht nur anmerken, eine echte Liberale Gesinnung (mit
Verantwortung) hat nichts mit dem zu tun, was die angeblich Liberalen
hierconfs uns 'vorbeten'
Absolut. Die klassischen Liberalen sind zugleich extrem pro-Bürger und
pro "res publica". Die sind eigentlich dijenigen, die alles: den
modernen Staat*erfunden* und*entwickelt* haben.
Leute wie Du und Tante haben anscheinend die alleinseligmachende
Wahrheit gepachtet. So wie Tante Erika zu wissen glaubt, was
denn der*echte* Sozialismus sei, so bildest Du dir ebenso ein zu wissen,
was denn*echte* Liberale seien....
Deine AW zeigt wieder einmal mehr, dass du keinen blassen Schimmer von
den gesellschaftspolitischen Ideologien hast!
--
Fritz ™
Das 'bunte' Treiben in manchen Gruppen (passendes FUP2 nicht
ausgeschlossen):
Alternative Fakten, Postfaktische Wahrheiten, Bunte Sprache,
Populistisches Geplärre, faken, trollen, pöbeln, usw.
Libero
2018-07-11 11:41:09 UTC
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Raw Message
Post by Lutz Beck
Absolut. Die klassischen Liberalen sind zugleich extrem pro-Bürger und
pro "res publica". Die sind eigentlich dijenigen, die alles: den
modernen Staat *erfunden* und *entwickelt* haben.
Leute wie Du und Tante Erika haben anscheinend die alleinseligmachende
Wahrheit gepachtet. So wie Tante Erika zu wissen glaubt, was
denn der *echte* Sozialismus sei, so bildest Du dir ebenso ein zu wissen,
was denn *echte* Liberale seien....
Fritz
2018-07-11 17:14:03 UTC
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Post by Libero
Post by Lutz Beck
Absolut. Die klassischen Liberalen sind zugleich extrem pro-Bürger und
pro "res publica". Die sind eigentlich dijenigen, die alles: den
modernen Staat *erfunden* und *entwickelt* haben.
Leute wie Du und Tante Erika haben anscheinend die alleinseligmachende
Wahrheit gepachtet. So wie Tante Erika zu wissen glaubt, was
denn der *echte* Sozialismus sei, so bildest Du dir ebenso ein zu wissen,
was denn *echte* Liberale seien....
Deine AW zeigt wieder einmal mehr, dass du keinen blassen Schimmer von
den gesellschaftspolitischen Ideologien hast!

Nur hohles Geschwafel^42 das 'deinen Lippen entströmt'!
--
Fritz ™
Das 'bunte' Treiben in manchen Gruppen (passendes FUP2 nicht
ausgeschlossen):
Alternative Fakten, Postfaktische Wahrheiten, Bunte Sprache,
Populistisches Geplärre, faken, trollen, pöbeln, usw.
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