Discussion:
Sorge um Kobalt-Knappheit (was: DIe NOx-Studien scheinen alle letztlich nur auf Betrug aus zu sein.)
(zu alt für eine Antwort)
Fritz
2018-03-10 13:40:27 UTC
Permalink
Raw Message
Gut möglich. Die Ursache für den schweren Stand der eAutos sehe ich
allerdings mehr in den Akkus und in der Schnellladeinfrastruktur. Die
Akkus sind äußerst materialintensiv, so dass riesige Mengen Rohstoffe
gebraucht werden. Selbst wenn genügend neue Minen aufgemacht werden, um
den Bedarf an Lithium zu decken - mit Lithium alleine ist es nicht
getan. Man wird auch große Mengen anderer Stoffe - z.B. Seltene Erden -
brauchen. All das Zeug muss gefördert werden. Welche Mine ist schon
umweltfreundlich? Dann muss es aufbereitet werden. Dabei fallen wieder
riesige Mengen Abfälle an. Wohin damit? Erst dann geht's in die
Fabriken, in denen (hoffentlich) sauber gearbeitet wird.
Apple hat sich vor kurzem Kobalt Minen gesichert.

Sorge um Kobalt-Knappheit: Apple will Nachschub langfristig sichern
<https://www.heise.de/mac-and-i/meldung/Sorge-um-Kobalt-Knappheit-Apple-will-Nachschub-langfristig-sichern-3975444.html>
»Der iPhone-Konzern verhandelt einem Bericht zufolge direkt mit
Minenbetreibern, um langjährige Lieferabkommen zu schließen. Der Boom
bei Elektromobilität hat die Befürchtung ausgelöst, der für die
Akku-Produktion wichtige Rohstoff könne knapp werden.
Um die Versorgung mit Kobalt für mehrere Jahre sicherzustellen,
verhandelt Apple direkt mit Minenunternehmen: Der Konzern wolle
Lieferabkommen über mehrere Tausend metrische Tonnen des wichtigen
Rohstoffes pro Jahr schließen – für einen Zeitraum von mindestens fünf
Jahren, wie die Finanznachrichtenagentur Bloomberg berichtet.«

»Autokonzerne brauchen ebenfalls Kobalt für E-Fahrzeuge
Der erwartete Boom bei Elektromobilität hat die Nachfrage des für die
Akku-Produktion erforderlichen Rohstoffes bereits stark steigen lassen
und habe in der Branche die Sorge ausgelöst, es könne zu einer Knappheit
kommen: Deshalb müsse Apple bei einem möglichen Vertragsabschluss
inzwischen mit Autokonzernen konkurrieren, die ebenfalls versuchen,
langfristige Lieferabkommen zu schließen – der Preis für Kobalt habe
sich in den vergangenen anderthalb Jahren bereits verdreifacht.«

»Abbau von Kobalt problematisch
Der Kobaltabbau gilt als problematisch: Rund 60 Prozent stammen aus
mitunter kleinen Minen im Kongo, wo das Metall unter schlechten
Arbeitsbedingungen – und teils mit Kinderarbeit – gefördert wird. Vor
einem Jahr hatte Apple den Ankauf von Kobalt aus kleinen Minen, die auf
Handarbeit setzen, vorübergehend gestoppt, um die Lieferkette zu zu prüfen.
Die Menschenrechtler des Enough Project hatten Apple zuletzt als “klar
führend” bei der Vermeidung von Konfliktmaterialien bezeichnet. Fast
zeitgleich warf Amnesty International großen Unternehmen – darunter auch
Apple – Ende vergangenen Jahres vor, ihren Sorgfaltspflichten beim Bezug
von Mineralien aus dem Kongo noch nicht ausreichend nachzukommen.«

<https://www.bloomberg.com/news/articles/2018-02-21/apple-is-said-to-negotiate-buying-cobalt-direct-from-miners>

<https://www.heise.de/newsticker/meldung/Hightech-Metalle-Lithium-und-Kobalt-koennten-knapp-werden-3947508.html>

Ich bin nicht vom Allheilmittel eMobil mittels Lithium Akkus restlos
überzeugt!

Die Politik brescht hier ohne eine Spur vernetzt zu denken vor!
--
Fritz
Das 'bunte' Treiben in manchen Gruppen (passende FUP2 nicht ausgeschlossen):
'Alternative Wahrheiten' 'Alternative Fakten' 'Postfaktische Wahrheiten'
'Fake News' 'Bunte Sprache'
Christoph Müller
2018-03-10 16:19:26 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Fritz
Ich bin nicht vom Allheilmittel eMobil mittels Lithium Akkus restlos
überzeugt!
Egal, ob Lithium oder sonstiger Akku. Sekundärenergiespeicher brauchen
immer viel Platz und Masse. Deshalb sollte, so weit es eben geht, darauf
verzichtet werden. Das gilt für die Fahrzeugakkus genauso wie für
Solarakkus im Stromnetz. Fahrzeugakkus lassen sich klein halten, wenn
das Langstreckenproblem gelöst ist. Per Railtaxi lässt es sich lösen.
Auf Solar- und Windstromakkus lässt sich verzichten, wenn wenn
thermische Stromerzeuger bei hinreichen viel Solar- und Windstromangebot
auch wirklich abgeschaltet werden. Dann bleibt die Energie nämlich -
MITSAMT ABWÄRME - in den Brennstoffen. Sie sind nämlich schon
Energiespeicher, die sich auch oft über Jahrhunderte nahezu verlustfrei
und ohne Zusatzkosten oder Rohstoffaufwand speichern lassen. Werden
normale Heizungen mit elektrischen Zusatzheizern ausgestattet, dann kann
auch noch dafür gesorgt werden, dass selbst Heizanwendungen elektrisch
betrieben werden, sobald genug Sonnen- und Windstrom ansteht. Damit
lässt sich der regenerative Energiemarkt noch ganz erheblich ausbauen,
ohne dass das Netz deshalb instabil werden müsste. Mit einem
automatischen bidierektionalen Stromhandelssystem für alle (ASTROHS)
sollte sich genau dieses Szenario ganz von selbst entwickeln.
Post by Fritz
Die Politik brescht hier ohne eine Spur vernetzt zu denken vor!
Die Politik hat Fachleute für Macht und Intrigen. Nicht für technischen
oder wirtschaftlichen Kram. Diese Fachleute müssen sie sich teuer
einkaufen. Teuer will natürlich keiner. Wenn sie Geld mitbringen,
erscheint das irgendwie günstiger. Schon ist man beim Lobbyismus, den
sich Normalo nicht leisten kann. Und zur Korruption ist es dann auch
nicht mehr weit.
--
Servus
Christoph Müller
http://www.astrail.de
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